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| 21:05 Uhr

Nur ein Duschkopf für 57 Männer und Frauen der Feuerwehr

Ensdorf. Das Ensdorfer Feuerwehrgerätehaus muss nach der Analyse eines Brandschutzgutachters auf jeden Fall saniert werden, es birgt "erhebliche Unfallgefahren" und kann nicht erweitert werden. Gutachter Roland Demke: Die Wache entspreche nicht mehr den Anforderungen der Ensdorfer Feuerwehr Von SZ-Mitarbeiter Johannes A. Bodwing

Ensdorf. Das Ensdorfer Feuerwehrgerätehaus muss nach der Analyse eines Brandschutzgutachters auf jeden Fall saniert werden, es birgt "erhebliche Unfallgefahren" und kann nicht erweitert werden. Gutachter Roland Demke: Die Wache entspreche nicht mehr den Anforderungen der Ensdorfer Feuerwehr. "Eine Standortveränderung und/oder ein Neubau" sollten "in Angriff genommen werden". Bürgermeister Thomas Hartz hat sich auf der Grundlage des Gutachtens für einen Neubau ausgesprochen. Er begründete dies nach einer Ratssitzung nun auch im Gespräch mit der SZ. Im Rat hatte die SPD versucht, eine Entscheidung für den Neubau zu verhindern (wir berichteten). Das hatte auch mit dem Zeitpunkt zu tun: Nur wenn jetzt neu gebaut wird, gibt es aus dem Konjunkturpaket II 543 000 Euro Zuschuss zu den 1,365 Millionen Euro Baukosten (eine neue Halle würde weitere 200 000 Euro kosten). Die SPD wollte, dass es bei früheren Plänen für eine Sanierung bleibt, damit mit dem Zuschuss die Schule energetisch saniert wird.Hartz unterstrich, die SPD-Kritik an seiner Vorgehensweise sei nicht nachvollziehbar. Es sei falsch, wenn die SPD bei der Ratssitzung im Mai kritisiert habe, sie solle ganz kurzfristig über Neubau oder Sanierung entscheiden. Die Fraktionen seien seit Februar, gleich nach Eingang des Brandschutzgutachtens, darüber informiert gewesen, dass er einen möglichen Neubau im Gespräch mit dem Innenministerium vorgebracht habe. Im April habe eine Ausschusssitzung stattgefunden mit Plänen zum Neubau. Die Ratsmehrheit war der Auffassung von Hartz gefolgt und hatte einem Neubau zugestimmt.Was der Brandschutzgutachter bemängelt, ist im Wesentlichen dies: zu niedrige Tore für modernste Fahrzeuge, unzumutbare Dusch- und Umkleidesituation. Es gibt einen Duschkopf für 57 männliche und weibliche Wehrleute. Die Fläche für die Umkleide beträgt nur ein Drittel des Standards. Weiter: räumliche Enge, die zu erhöhter Unfallgefahr führe. Die, sagte Hartz schon in der Ratssitzung, berge das Risiko, dass die Unfallkasse das Gebäude selbst nach einer Sanierung nicht mehr akzeptiere. "Und dann müsste doch ein Neubau her."Nah am Bahndamm Hartz skizzierte erneut Eckpunkte eines möglichen Neubaus des Feuerwehrgerätehauses: Es soll auf das Gelände des Betriebshofes an der Saarlouiser Straße. Parkplätze kämen an die Ecke zur Hohlstraße; von dort könnten Feuerwehrfrauen und -männer zu getrennten Umkleidebereichen; dem folgte der Einsatzbereich mit Fahrzeugen und Gerät. Die Ausfahrt wäre dicht am Bahndamm zur Saarlouiser Straße. Eine bestehende Halle werde abgerissen und an anderer Stelle für den Bauhof neu errichtet. Insgesamt entstünde ein lang gestrecktes zweistöckiges Gebäude.