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Landtag
NS-Widerstandskämpfern soll stärker gedacht werden

Saarbrücken. Saarländische Politiker, die aktiv Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft geleistet haben und dafür verfolgt wurden, sollen künftig besser gewürdigt werden. Von Ute Kirch
Ute Kirch

Dem Antrag der Linken hatten sich CDU und SPD angeschlossen. Das Landtagspräsidium soll dazu mit der Landeszentrale für politische Bildung nach geeigneten Möglichkeiten suchen, ihr Andenken zu wahren. Nachdem sich der Landtag in der vergangenen Legislatur mit der NS-Vergangenheit saarländischer Abgeordneter befasst habe, sei es daneben auch Zeit, die unterschiedlichen Motivationen der Widerstandskämpfer zu würdigen. Konkret nannten die Fraktionen Willi Graf, Max Braun, Richard Kirn, Luise Herrmann-Ries, Maria Juchacz sowie Johannes Hoffmann, den ersten Ministerpräsidenten des Saarlandes. An der Person Hoffmanns störte sich AfD-Fraktionschef Josef Dörr: „Die Regierungszeit von Johannes Hoffmann war eine Diktatur im Saarland“, in der es Parteiverbote gegeben habe. Zudem forderte er, auch der Soldaten zu gedenken, die politisch nicht aktiv waren, und vom NS-Regime in den Krieg geschickt wurden. Die AfD enthielt sich bei der Abstimmung.