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Behandlung von Herzinfarkt-Patienten
Notarzt kann EKG-Daten jetzt direkt in die Klinik schicken

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(Symbolbild) FOTO: dpa / Andreas Gebert
Saarbrücken. Die Rettungswagen im Saarland können in Zukunft EKG-Daten von Herzinfarkt-Patienten bereits von unterwegs in die Klinik übertragen, in die der Patient eingeliefert wird. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Die Rettungswagen im Saarland können in Zukunft EKG-Daten von Herzinfarkt-Patienten bereits von unterwegs in die Klinik übertragen, in die der Patient eingeliefert wird.


Ärzte und Pflegepersonal sollen so auf die ankommenden Patienten besser vorbereitet werden. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF Saar) hat die Rettungswagen mit der entsprechenden Übertragungstechnik ausstatten lassen, wie das Gesundheitsministerium und der ZRF mitteilten.

Nach der Übertragung des Infarkt-EKG direkt aus dem Rettungswagen könne der Notarzt den Patienten optimalerweise direkt im Herzkatheter-Labor der aufnehmenden kardiologischen Klinik an das bereits wartende Katheter-Team übergeben – dies sei „ein Meilenstein der Zusammenarbeit zwischen Klinik und Rettungsdienst“, erklärten der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Saarland, Dr. Thomas Schlechtriemen, und Dr. Frank Burger, Oberarzt in der kardiologischen Klinik der Marienhauskliniken St. Elisabeth Saarlouis.



Die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) ergänzte, die Übertragung der EKG-Daten könne wertvolle Zeit bei Herzinfarktsymptomen sparen und damit womöglich Menschen das Leben retten. Wenn Menschen einen Herzinfarkt erlitten, gehe es vor allem darum, schnell Hilfe zu bekommen. Patienten sollten direkt den Notruf wählen.