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Noswendel-Wadern wieder die Nummer eins

Der erste Jubel seit 2009: Die SG Noswendel-Wadern feiert den Sieg bei der Fußball-Stadtmeisterschaft in Wadern. Foto: Erich Brücker
Der erste Jubel seit 2009: Die SG Noswendel-Wadern feiert den Sieg bei der Fußball-Stadtmeisterschaft in Wadern. Foto: Erich Brücker FOTO: Erich Brücker
Lockweiler-Krettnich. Seit 2009 hatte die SG Noswendel-Wadern keine Stadtmeisterschaft in Wadern mehr gewinnen können. Umso größer war am Wochenende die Freude über den 2:1-Finalsieg gegen Titelverteidiger SV Bardenbach. Von SZ-MitarbeiterErich Brücker

"Endlich ist die SG Noswendel-Wadern wieder die Nummer eins in der Fußballstadt Wadern", waren die Anhänger des Verbandsligisten sichtlich froh gelaunt. Ihre Elf darf sich nach einem 2:1-Sieg über den SV Bardenbach erstmals seit 2009 mit dem Titel des Stadtpokalsiegers schmücken. "Wir haben trotz einiger Ersatzspieler ein ordentliches Turnier gespielt, die Landesliga-Konkurrenten Wadrill-Löstertal und Bardenbach in Schach halten können und somit verdient den Titel errungen", resümierte Trainer Patric Rapin bei der Siegerehrung.

Insbesondere mit dem Leistungen seiner Nachwuchsspieler, die in die Bresche springen mussten, zeigte sich Rapin zufrieden. "Für sie freue ich mich umso mehr. Sie dürfen ihre bisherige harte Trainingsarbeit in der Vorbereitungszeit mit einem Erfolgserlebnis krönen", sagt Rapin und hofft auf einen weiteren Schub für die bald beginnende Meisterschaftssaison.

Groben scheitert zwei MalWeniger gut gelaunt war Trainer Luca Lanfranco von Vorjahressieger Bardenbach, dem eine Titelverteidigung einerseits durch eigene Unzulänglichkeiten, aber auch durch den routinierten Gegner verwehrt wurde. Der neue Landesligist konnte sich zwar wieder für das Endspiel qualifizieren und mit einem glatten 3:0-Sieg im Halbfinale über den Ligarivalen SG Wadrill-Löstertal einen Vorgeschmack auf die neue Landesliga-Saison liefern. Im Finale aber, so monierte Lanfranco, war die Chancenverwertung mangelhaft. "Im ersten Abschnitt hätten wir zwei Treffer vorlegen müssen, dann wäre die Partie sicherlich anders gelaufen", sagte der Meistertrainer. Bei ausgeglichenen Spielanteilen hatte der Landesliga-Neuling durch Johannes Groben, der zwei Mal allein vor Noswendels Torhüter Kilian Biesel freigespielt wurde, die erste Chancen zur Führung. Der sehr gut reagierende Torhüter ließ sich aber nicht überwinden und bewahrte seine Elf so vor einem möglichen Rückstand. Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel zeigte Philipp Müller auf der anderen Seiten, wie das Tore schießen funktioniert. Mit platziertem Schuss überwand er SV-Torhüter Jan Paulus zur glücklichen Führung.

"Wenn wir noch was erreichen wollen, müssen wir noch aggressiver spielen", hatte Bardenbachs Trainer seine Mannschaft während der Halbzeitpause eingeschworen. Das tat sie dann auch nach dem Seitenwechsel. Lohn dafür war nach etwa zehn Minuten der Ausgleich durch Robert Troczynski, der einen zu kurz abgewehrten Ball von Kilian aus 16 Metern ins Tor hob. Doch geschockt war der spätere Titelträger davon nicht. Jan-Philipp Grünewald startete von der Mittellinie einen schnellen Angriff. Nach einem Doppelpass mit Andreas Haupenthal war er an der Strafraumgrenze frei und erzielte aus 16 Metern die erneute Führung für Noswendel-Wadern, die dann auch bis zum Abpfiff Bestand hatte.



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AUF EINEN BLICKDie Ergebnisse beim Waderner Stadtpokal: SV Lockweiler-Krettnich - SG Morscholz-Steinberg 2:5; SG Nunkirchen-Büschfeld - SV Bardenbach 0:4; SG Wadrill-Löstertal - SG Noswendel-Wadern 1:2. Halbfinale: Morscholz-Steinberg - Noswendel-Wadern 1:5; Bardenbach - Wadrill-Löstertal (bester Verlierer) 3:0.Endspiel: Noswendel-Wadern - Bardenbach 2:1. eb