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NÖL will Raser einbremsen

Heusweiler. Die Naturverbundene Ökologische Liste Heusweiler (NÖL) ist eine Wählergemeinschaft, die sich für den Schutz der natürlichen Umwelt und eine nachhaltige lokale Politik einsetzt. "Die NÖL tritt nur in der Gemeinde Heusweiler zur Wahl an", erklärt der Erste Sprecher Ulrich Steinrücken

Heusweiler. Die Naturverbundene Ökologische Liste Heusweiler (NÖL) ist eine Wählergemeinschaft, die sich für den Schutz der natürlichen Umwelt und eine nachhaltige lokale Politik einsetzt. "Die NÖL tritt nur in der Gemeinde Heusweiler zur Wahl an", erklärt der Erste Sprecher Ulrich Steinrücken. Für den diesjährigen Kommunalwahlkampf hat sich die NÖL den Slogan "Heusweiler ist zu schön zum Rasen" ausgesucht. Dazu Steinrücken: "Der Verkehr auf vielen Straßen in den Ortsteilen von Heusweiler bedingt eine enorme Belastung durch Lärm und Abgase. Das schnelle Fahren gefährdet besonders unsere Kinder." Außerdem sei der Erlebnisraum Ortskern stark beeinträchtigt. Einkaufen sei hier "out", shoppen in Geschäften mit großen Parkflächen hingegen "in". "Radfahren auf den Straßen ist ein gefährliches Abenteuer geworden, Fußgänger müssen sich zwischen parkenden Autos durchschlängeln", sagt Steinrücken. Deshalb fordert die NÖL: langsamer fahren, weniger Verkehrslärm und mehr Lebensqualität. "Wir stehen für eine kommunale Verkehrspolitik, die nicht mehr nur dem Auto Vorfahrt einräumt, sondern die Wünsche von Radfahrern und Fußgängern berücksichtigt", so Steinrücken. Und nennt dazu konkrete Forderungen, wie die Verbesserung des ÖPNV, den Ausbau von seniorengerechten Fuß- und Radwegen - beispielsweise die Bergmannspfade - oder eine Temporeduzierung auf Durchgangsstraßen. Hier regt die NÖL zum Beispiel an, dass die Geschwindigkeit im Bereich der Geschäfte in der Trierer und Saarbrücker Straße reduziert werden soll. Außerdem soll die Trierer Straße nach NÖL-Vorstellung in eine Geschäftsmeile mit Parktaschen und Erlebnisräumen umgestaltet werden. Doch die Naturverbundene Ökologische Liste setzt auch andere Schwerpunkte. Sie macht sich für eine Haushaltskonsolidierung stark, will die Vereinsarbeit fördern, fordert ein aktives Leerstands-Management statt weiterer Neubaugebiete und möchte attraktive Erlebnisräume schaffen, einen Bürgerpark zum Beispiel. Für den Erhalt der Heusweiler Schutzgebiete setzt sie sich ebenso ein wie für die Erweiterung kultureller Angebote. Hier nennt sie Discos für Jugendliche und Vorträge für Senioren als Beispiele. dg