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Noch Saison für Lorigs Baumeister

Völklingen. Der Grundstücks- und Gebäudemanagement-Betrieb (GGM) der Stadt Völklingen steht noch einmal vor einer gewaltigen Kraftanstrengung. Seit vergangenem Jahr und auch noch in diesem Jahr setzen Oberbürgermeister Klaus Lorigs Baumeister ein Investitionsprogramm in der Größenordnung von 20 Milllionen Euro um Von SZ-Redakteur Bernhard Geber

Völklingen. Der Grundstücks- und Gebäudemanagement-Betrieb (GGM) der Stadt Völklingen steht noch einmal vor einer gewaltigen Kraftanstrengung. Seit vergangenem Jahr und auch noch in diesem Jahr setzen Oberbürgermeister Klaus Lorigs Baumeister ein Investitionsprogramm in der Größenordnung von 20 Milllionen Euro um. Das Team unter Leitung von Hans Beck, mit seinen Büros angesiedelt in den oberen Etagen des Rathausturms, hat auch alle Hände voll im eigenen Haus zu tun.Im Neuen Rathaus präsentiert sich eine ausgedehnte Baustelle: rundum Absperrungen, innen leere Säle und Räume, Löcher in Decken und Wänden und geschäftiges Treiben - und das voraussichtlich bis Jahresende. Für rund 1,9 Millionen Euro werden unter anderem der große Sitzungssaal saniert, das Foyer umgebaut, Elektro-, Heizungs- und Lüftungsanlagen erneuert, nachträglich Brandschutz in das aus den 60er Jahren stammende Haus eingebaut.



Weiterer großer Sanierungsfall ist die Lauterbachhalle. Da hatte sich das Dach als undicht herausgestellt. GGM wird nun ab den Osterferien fast 2,2 Millionen Euro in die Hand nehmen, um diese Halle in Schuss zu bringen und um einen Anbau zu erweitern. Instandhaltung des Bestehenden verschlingt bereits viel Geld.

Doch hinzu kommt das Wettrennen um die Einhaltung der Kinderbetreuungsquote. Derzeit fehlen in Völklingen noch über 100 Krippenplätze. GGM drückt bei seinem Kindergarten-Programm mit ungewöhnlichen Bauideen aufs Tempo. Der Rohbau für den neuen Kindergarten in der Röntgenstraße wurde in nur 15 Arbeitstagen aus Holzelementen erstellt. Das über 3,5 Millionen teure Objekt soll im August fertig werden. 2,8 Milllionen Euro kostet die Stadt der nächste Schritt, die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Eligius. Auch hier greift GGM zu einem ungewöhnlichen Mittel. Die Baulücke zur Bismarckstraße soll kostengünstig mit Hochsee-Containern geschlossen werden.

Weitere Kindergarten-Baustellen laufen in der Schubertstraße (Erweiterung für 585 000 Euro) und in Geislautern (Neubau für 1,3 Millionen Euro). Wobei die neuen Kinderbetreuungsplätze, weiß Oberbürgermeister Lorig, komplett über Kredite finanzerrt werden müssen.

Die Stadt muss jetzt die Schuldenbremse noch straffer anziehen. Für die kommenden vier Jahre ist ein zusätzliches Einsparvolumen von 3,6 Millionen Euro verlangt. Lorig rechnet damit, dass nur noch rund anderthalb Millionen Euro jährlich für Investitionen im Kernhaushalt zur Verfügung stehen. Es fragt sich, was da für den GGM-Wirtschaftsplan, für Hochbauten oder Sportplätze übrig bleibt. Der Eigenbetrieb GGM ist von der Schuldenbremse erst mit einer gewissen Verzögerung betroffen. Die Stadt muss seinen Verlust im Haushalt des jeweils folgenden Jahres augleichen.

Rückschau

Große Baumaßnahmen, die 2012 abgeschlossen wurden: Sanierung des Vierklassen-Schulhauses Ludweiler (rund 1,5 Millionen Euro), Neubau der Leichtahtletikanlage im Warndtstadion (eine Million Euro), Sanierung des Schleusenwärterhauses (1,5 Millionen Euro), Dachsanierung Neuberger-Halle (1,5 Millionen Euro), Dachsanierung Turnhalle Saarstraße (200 000 Euro), neues Flutlicht für Sportplätze Lauterbach, Geislautern, Hermann-Röchling-Höhe, Wehrden, Heidstock (250 000 Euro). er