Noch'n Riesenei vom Hühnerhof Götzenmühle in Bliesransbach

Bliesransbach. Wenn es um gigantische Hühnereier geht, ist Bliesransbach derzeit das Maß aller Dinge. Am 4. November legte ein Huhn von der Götzenmühle ein 170 Gramm schweres Hühnerei, was nach Ansicht des Geflügelexperten Prof. Dr. Werner Bessei von der Uni Hohenheim (Stuttgart) das größte Hühnerei Deutschlands ist - vielleicht sogar das größte der Welt, meinte er

 Junior-Chef Torsten Kany präsentiert das zweite Riesenei in Bliesransbach. Foto: Lehmann

Junior-Chef Torsten Kany präsentiert das zweite Riesenei in Bliesransbach. Foto: Lehmann

Bliesransbach. Wenn es um gigantische Hühnereier geht, ist Bliesransbach derzeit das Maß aller Dinge. Am 4. November legte ein Huhn von der Götzenmühle ein 170 Gramm schweres Hühnerei, was nach Ansicht des Geflügelexperten Prof. Dr. Werner Bessei von der Uni Hohenheim (Stuttgart) das größte Hühnerei Deutschlands ist - vielleicht sogar das größte der Welt, meinte er. In dieser Woche ist es auf der Götzenmühle erneut passiert. "Wir haben wieder ein Riesenei gefunden. Diesmal wiegt es 163 Gramm", sagt Junior-Chef Torsten Kany. Der 24-jährige Agrar-Ingenieur ist wie Hofchef und Vater Walter Kany verblüfft. "Wir sind seit 1955 im Hühnergeschäft und verkaufen Eier. Aber so große waren noch nicht dabei", erinnert sich Walter Kany. Es gibt aber eine Erklärung für die Rieseneier. "Junge Hühner sind für solche Eier verantwortlich", sagte Werner Bessei. "Bei den heranwachsenden Hühnern spielt die Eiproduktion schon mal verrückt, und es entstehen Eier, die zwei bis vier Dotter haben", erklärt der Geflügelexperte. Ein weiterer Grund könnten auch die angenehmen Lebensbedingungen für die 5000 Hühner auf der Götzenmühle sein. Die Tiere können sich im gesamten Stall frei bewegen und zum Eierlegen ziehen sie sich in warme und abgedunkelte Räume in die Stallmitte zurück. Doch die "Hühner-Luxusvilla" ist kein Zufallsprodukt. Torsten Kany hat diesen Hühnerstall als Abschlussarbeit zum Agrar-Ingenieur beschrieben und danach auf dem Hof praktisch umgesetzt. "In diesem Jahr ist eine neue Salmonellen-Verordnung verabschiedet worden. Das Veterinäramt kontrolliert regelmäßig, ob im Hühnerkot oder im Hühnerstall-Staub Salmonellen vorkommen. Wäre dies der Fall, müssen sofort alle Hühner geschlachtet werden", erzählt der Agrar-Ingenieur, der selbstredend an einen Salmonellen-Schutz gedacht hat. Im kommenden Jahr möchten die Kanys ihr Hühner-Imperium auf der Götzenmühle noch vergrößern. Ein weiterer Hightech-Stall für 5000 Hühner ist geplant. Welches der bislang 5000 Bliesransbacher Hühner für die Rieseneier verantwortlich ist, wissen Torsten Kany und Vater Walter nicht. "Es ist ein braunes Huhn, da bei uns nur die braunen Hühner auch braune Eier legen. Welches genau wissen wir nicht. Aber durch die vielen Bewegungsmöglichkeiten der Hühner ist auch deren Muskulatur besser ausgeprägt. Somit bereitet das Legen solch großer Eier wohl keine Probleme", erklärt der 24-Jährige. "Vielleicht sollten wir uns mal auf die Lauer legen." leh

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