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Landesamt ermittelt noch
Keine Entwarnung nach Niederschlag der Dillinger Hütte

Dillingen/Saarbrücken. (kir) Die genaue Ursache für den Ruß-Niederschlag der Dillinger Hütte, der in und um Saarlouis für schwarze Verunreinigungen an Häusern und Gärten gesorgt hatte, ist noch nicht geklärt. Daher kann das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) auch noch keine Entwarnung im Hinblick auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch den Niederschlag geben. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Zwar liege der Hochofen 4 wegen seiner Probleme als Emissionsquelle nahe, teilte das Umweltministerium gestern mit. Ob es sich bei der Quelle selbst jedoch tatsächlich um den Hochofen oder um andere Anlagen auf dem Gelände der Dillinger Hütte handele, sei noch Gegenstand aktueller Ermittlungen des LUA.


„Da die Quelle noch nicht endgültig geklärt wurde, kann auch über die exakte Zusammensetzung des Materials und damit über mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Seiten des LUA keine Aussage getroffen werden“, sagte eine Sprecherin. Zur Unterstützung der aktuellen Ermittlungen entnehme das LUA Wischproben des Staubniederschlags.

Die Probleme am Hochofen 4 begannen am 8. August, als eine schwarze Rauchwolke zu sehen war. Bei diesen Emissionen handelte es sich nach Angaben des LUA nachweislich um Kohlestaub, weshalb eine akute Gesundheitsgefahr verneint worden sei. Zur Regulierung von Schäden wurde auf die Dillinger Hütte und das Zivilrecht verwiesen.



Seit dem 8. August habe die Hütte versucht, das Problem zu beheben, bis dato ohne Erfolg. Das LUA habe seitdem im täglichen Kontakt mit dem Umweltbeauftragten des Unternehmens gestanden. Eine Alternative zur Vorgehensweise gibt es aus Sicht des LUA nicht.