| 20:28 Uhr

Inklusion
Neues Konzept für Sprachförderklassen

Saarbrücken. Ab dem Schuljahr 2018/19 wird es im Saarland an einzelnen Schulen wieder Sprachförderklassen geben. Das teilte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner, mit. Damit setzen CDU und SPD ein im Koalitionsvertrag vereinbartes Vorhaben um. „Wir sehen darin eine große Chance, dass die Inklusion an saarländischen Schulen besser gelingen kann“, sagte Wagner.

Ab dem Schuljahr 2018/19 wird es im Saarland an einzelnen Schulen wieder Sprachförderklassen geben. Das teilte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Wagner, mit. Damit setzen CDU und SPD ein im Koalitionsvertrag vereinbartes Vorhaben um. „Wir sehen darin eine große Chance, dass die Inklusion an saarländischen Schulen besser gelingen kann“, sagte Wagner.


Die Sprachförderklassen sollen als Außenklassen der Sprachförderschule Sulzbach geführt werden und zunächst in drei Landkreisen eingeführt werden: an der Grundschule Nikolaus-Obertreis (Landkreis St. Wendel), an der Grundschule Hilbringen (Landkreis Merzig-Wadern) und an der Grundschule Luitpold Homburg (Saarpfalz-Kreis). Maximal zehn Kinder pro Klasse sollen von Förderschullehrern unterrichtet werden Weitere Kreise sollen 2019/20 folgen.

Die Sprachförderklassen richten sich an Kinder der ersten und zweiten Klasse, die Sprachstörungen haben und sich nicht richtig artikulieren können. „Im Rahmen der Inklusion ist es sehr schwierig, diesen Kindern gerecht zu werden. Dadurch sind sie in der Klasse oftmals völlig untergegangen. Durch die fachspezifische Förderung in der Schuleingangsphase stehen die Chancen gut, dass sie ab der dritten Klasse wieder inklusiv an der Regelschule unterrichtet werden können“, so Wagner. Für die Eltern fielen dadurch die zum Teil sehr langen Wege nach Sulzbach weg. Zudem würden durch das Konzept die Grundschullehrer entlastet.

Die früheren Sprachförderklassen wurden im Saarland mit Beginn der Inklusions-Verordnung eingestellt. Das Modell könnte laut Wagner auch für andere Förderbereiche eingeführt werden, etwa für Kinder mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung.