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Neuer Verein mit vielen Erfolgen

Nachwuchssorgen muss sich der zu Jahresbeginn gegründete neue Judoverein Kenshi Homburg-Erbach nicht machen. Hier präsentieren sich auf unserem Gruppenbild die erfolgreichen Teilnehmer der Saarlandmeisterschaften. Foto: Stefan Holzhauser
Nachwuchssorgen muss sich der zu Jahresbeginn gegründete neue Judoverein Kenshi Homburg-Erbach nicht machen. Hier präsentieren sich auf unserem Gruppenbild die erfolgreichen Teilnehmer der Saarlandmeisterschaften. Foto: Stefan Holzhauser FOTO: Stefan Holzhauser
Erbach. Mit dem Judo-Club Kenshi Erbach haben die Judoka des SSV einen neuen Verein gegründet. Und das funktioniert bisher prima. Die Mitgliederzahlen gehen nach oben, dazu kommen etliche Siege und Medaillen bei den Saarlandmeisterschaften. Von SZ-MitarbeiterStefan Holzhauser

In Homburg gibt es einen neuen Judoverein. Der Name lautet Judo Kenshi Homburg-Erbach. Bis Ende letzten Jahres war dies die Judo-Abteilung des SSV Homburg-Erbach. "Am 20. November 2012 hatten unsere Mitglieder beschlossen, sich selbstständig zu machen. Dies hatte vor allem mit organisatorischen Vorteilen zu tun. Unter anderem bringt die Selbstständigkeit Vorteile in Sachen Sponsoring mit sich mit", erklärt der Cheftrainer und zweite Vorsitzende des Vereins, Slawomir Konat. Er ergänzt: "Wir dürfen weiter die Räumlichkeiten im Sportzentrum Homburg-Erbach nutzen und haben mittlerweile 135 Mitglieder. Auch diesbezüglich ist seit Jahresbeginn ein Aufschwung erkennbar."

Die erste Großveranstaltung für den neuen Verein war die Ausrichtung der Saarlandmeisterschaften der U12 und U15 im Einzelwettbewerb und der U10 bei der Mannschaft. "Dabei haben wir zahlreiche Medaillen geholt", freute sich Konat. Die U10 des Vereins wurde in folgender Besetzung saarländischer Mannschaftsmeister: Nils Klein, Konstantin Fokin, Denny Lallemand, Florian Lowak, Michelle Scharbach, Mia Muhlmann, Anna-Lena Haas, Justin Jäger, Tarek Munzinger, Enya Widiger, Yann Widiger, Max Weigelt, Justin Faist, Dominik König, Philipp Kudikov, Joshua Erba und Marc Ciupek.

Alexander Patzert, Max Maurer und Torben Steinmetz wurden bei der U12 Saarlandmeister. Silber ging an Luka Widiger, dritte Plätze an Vincent Kiefer sowie Yotimo Kwiet. "Ich bin vor vier Jahren über meinen Bruder Florian hierher gekommen. Mir hat das Training von Anfang an gut gefallen", meinte Steinmetz. Auch Enya Widiger ist mit viel Eifer bei der Sache. "Das Training hier macht mir sehr viel Spaß", sagt sie.

Den großen Erbacher Erfolg rundete die U15 ab. Silber holten Bettina Schmidt, Jasmin Smandzich, Noah Brabänder und Florian Steinmetz. Und über Bronze freuten sich Lina Balzer, Robert Bär, Dominik Böhm sowie Elias Van der Haar.

Durch diese Ergebnisse waren neun Erbacher für die Südwestmeisterschaften in Heusweiler qualifiziert. Und obwohl sie alle noch zum jüngeren Jahrgang gehören, schlugen sie sich gegen die starke Konkurrenz beachtlich. Siebte Plätze gingen jeweils an Lina Balzer, Noah Brabänder, Maxim Cholopov und Florian Steinmetz.

Der neue Verein setzt ein Projekt fort, das noch als Judoabteilung des SSV im Januar 2012 ins Leben gerufen wurde. Dabei trainieren jeden Mittwochabend Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 15 Jahren miteinander, die teilweise an einem Aufmerksamkeitsdefizit, an Ängsten oder an mangelndem Selbstvertrauen leiden.

Zu der Gruppe haben sich mittlerweile auch viele Sportler von Kenshi dazugesellt, die dieses Angebot als zusätzliche Trainingseinheit nutzen. Trainer Matthias Stöckle freut sich über die "gigantischen Fortschritte" dieses Projekts: "Wir wollen hier das Gemeinschaftsgefühl und Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen stärken. Die Kids haben von Anfang an toll mitgezogen, und einige von ihnen gehören nun sogar zu unseren Saarlandmeistern. Dieses Projekt hat nichts mit der Uni Homburg zu tun, wo ich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie als Assistenzarzt arbeite."

judo-kenshi.de