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Nett allein reicht auch nicht immer

Nett ist gut. Nett ist schön. Nett ist . . . nett. Aber nett allein genügt nicht immer. So hätte sich der ein- oder andere Beobachter der Debatte der Riegelsberger Bürgermeister-Kandidaten vielleicht ein wenig mehr Kontroverse, vielleicht gar einen Hauch Aggressivität gewünscht (womit um Himmels Wille kein künstlich aufgebauschtes Sich-gegenseitig-Zerfleischen gemeint ist)

Nett ist gut. Nett ist schön. Nett ist . . . nett. Aber nett allein genügt nicht immer. So hätte sich der ein- oder andere Beobachter der Debatte der Riegelsberger Bürgermeister-Kandidaten vielleicht ein wenig mehr Kontroverse, vielleicht gar einen Hauch Aggressivität gewünscht (womit um Himmels Wille kein künstlich aufgebauschtes Sich-gegenseitig-Zerfleischen gemeint ist). Ein Bürgermeister muss sich jedenfalls auch behaupten können - im eigenen Rathaus, im Städte- und Gemeindetag, im Regionalverband, gegen übertriebene Begehrlichkeiten von Ratsparteien und Vereinen, ja sogar und nicht zuletzt gegen die eigene Partei - um sich freizustrampeln und von einem Parteisoldaten zu einem Bürgermeister für alle zu werden. Wer auch immer in Riegelsberg das Rennen macht, wird hoffentlich im besten Sinne des Wortes nett bleiben - und bei Bedarf auch mal ein kleines Schippchen drauf legen. Dass in Wahlkampfzeiten vieles geht, hat - zum Guten - in Holz und Wahlschied auch die Interessengemeinschaft FFH gemerkt, die sich gegen eine unerträgliche Bevormundung durch ein nachträglich aufgezwungenes EU-Schutzgebiet wehrt: Jetzt will sich Umweltminister Stefan Mörsdorf persönlich der Sache annehmen - gut so. Wenn er es auch nach der Wahl noch tut.