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Nervenstark den Titel verteidigt

 Eine gute Schusstechnik war beim Torwandschießen im Endspiel gefragt. Foto: Frank Faber
Eine gute Schusstechnik war beim Torwandschießen im Endspiel gefragt. Foto: Frank Faber
Überroth. Wenn der Förderverein des SV Überroth (SVÜ) zum kultigen Vielseitigkeitswettbewerb um den Sportplatz einlädt, dann herrscht Ausnahmezustand im Bohnentaldorf. "Diese Woche ist das Highlight im Jahr. Sieben Tage lang Stimmung ohne Ende", brachte "Wadenbeißer" Jochen Müller die Atmosphäre auf den Punkt Von SZ-Mitarbeiter Frank Faber

Überroth. Wenn der Förderverein des SV Überroth (SVÜ) zum kultigen Vielseitigkeitswettbewerb um den Sportplatz einlädt, dann herrscht Ausnahmezustand im Bohnentaldorf. "Diese Woche ist das Highlight im Jahr. Sieben Tage lang Stimmung ohne Ende", brachte "Wadenbeißer" Jochen Müller die Atmosphäre auf den Punkt. Mittlerweile melden sich Hobbymannschaften aus der gesamten Region zur Teilnahme am spaßigen Mehrkampf an.Ein Wettkampf besteht aus den fünf Disziplinen Fußball, Tauziehen, Korbballwerfen, Torwandschießen und Dosenwerfen. Die Disziplinen werden in unmittelbarer Reihenfolge ausgetragen, Sieger eines Wettkampfes ist das Team, das die meisten Disziplinen gewinnt. Pro gewonnene Disziplin gibt es jeweils zwei Punkte. Dementsprechend motiviert zogen die Teams mit reichlich Zielwasser beladenen Bollerwagen zwischen den Aktionsflächen hin und her. "Wer im Fußball siegt, hat ein Spiel noch lange nicht gewonnen", sprach Turnierleiter Siegfried Zöhler aus Erfahrung. Genau dies mache den Reiz der Veranstaltung aus und biete die Chance für weniger fußballstarke Mannschaften, zwei Punkte einzufahren.


"Bei allem sportlichem Ehrgeiz steht der Spaß, und das freundschaftliche und faire Miteinander immer im Mittelpunkt", lobte SVÜ-Geschäftsführer Hans-Gerd Schug die Einstellung der Aktiven. In der Konkurrenz der Herren entthronten die "Wadenbeißer" den Titelverteidiger, die "Beer Brothers" aus Überroth. Im Finale fiel die endgültige Entscheidung im Torwandschießen, wo Müller zweimal die Kugel rechts unten versenkte. "Endlich der erste Sieg bei meiner neunten Teilnahme. Heute ist für mich ein Festtag", freute sich Müller, und verschwand in einer wild umherhüpfenden Jubeltraube.

Nervenstärke bewiesen die Mädels der "Pink Panthers" im Torwandschießen im Endspiel gegen das Team "Completely Crazy". Nach mehreren erfolglosen Versuchen lochten Stefanie Hero und Isabell Kirsch für die Lokalmatadorinnen ein. Damit war die Titelverteidigung perfekt. Mit Sekt-und Bierduschen feierten sie. "Wir sind alle ein Jahrgang und alle aus Überroth. Für den Fünfkampf nimmt sich jeder Urlaub", verdeutlichte die "Pink Panthers"-Spielführerin Angela Kasper den Stellenwert der Veranstaltung im Ort. "Je mehr die Mädels trinken, desto besser spielen sie. Alle Spielerinnen haben die taktische Marschroute zu einhundert Prozent umgesetzt", resümierte Kasper.



Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Organisatoren. "Rund 600 Akteure spielten insgesamt mit. Von Hobbykickern bis hin zu Oberligaspielern war alles dabei", zog Zöhler eine positive Bilanz der Fünfkampfwoche. "Anfangs waren die Wetterverhältnisse schon widrig. Der beste Tag war für uns der Feiertag am Donnerstag", blickte er zurück. Nach der Siegerehrung trafen sich die Akteure dann zur sechsten Disziplin. Bis in die frühen Morgenstunden wurde auf der großen Players-Party abgefeiert.

Auf einen Blick

Sieger bei den Herren wurden die "Wadenbeißer" vor den "Beer Brothers". Den dritten Platz belegte die "Trümmertruppe". Bei den Frauen setzten sich die "Pink Panthers" vor "Completely Crazy" durch. Die "Bostalkickers" landeten auf Rang drei. frf