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Naturschutz pur an der Ill

Anke Rehlinger (vorne) fühlte sich auf dem Biberpfad wohl. Foto: sarah konrad
Anke Rehlinger (vorne) fühlte sich auf dem Biberpfad wohl. Foto: sarah konrad FOTO: sarah konrad
Berschweiler. Umweltministerin Anke Rehlinger war am Freitag zu Besuch in Berschweiler, um sich über die Naturschutzprojekte an der Ill zu informieren. Sie nahm dazu an einer Wanderung teil, die unter dem Motto „Vom Sanierungsfall zum Vorzeigeprojekt“ stand. Von SZ-MitarbeiterinSarah Konrad

"Das Projekt hier ist etwas Besonderes, weil es gelungen ist, den Naturschutz und den Tourismus miteinander zu verbinden", erklärte Anke Rehlinger (SPD) in ihrer Begrüßungsrede. Am Freitag war die Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz in Berschweiler zu Besuch, um sich einen Überblick über die Naturschutzprojekte an der Ill zu verschaffen.

Im Rahmen des Jahres der Nachhaltigkeit überprüft Anke Rehlinger verschiedene Naturschutzprojekte im Saarland. Der Begriff "Nachhaltigkeit" feiert dieses Jahr seinen 300. Geburtstag und wurde von Hans-Carl von Carlowitz geprägt. Er forderte damals, immer nur so viele Bäume abzuholzen wie wieder nachwachsen können.

Die Wanderung über den Biberpfad ist bereits die dritte Wanderung gewesen, an der Anke Rehlinger in diesem Jahr teilgenommen hat. Das war kein Zufall: "Ich wandere gerne. Meistens beruflich, aber auch mal privat, wenn ich Zeit habe", meinte die Umweltministerin. Sie wollte sich vor allem über die Nachhaltigkeit des Naturschutzgroßvorhabens "Gewässerrandstreifenprojekt Ill" informieren.

Der 19 Kilometer lange Premiumwanderweg eignete sich für dieses Vorhaben besonders gut, denn er führt durch die sechs Täler der Ill-Renaturierung. "Bereits im Jahr 1990 haben die Orte Eppelborn, Illingen, Marpingen und Berschweiler in Zusammenarbeit mit der Naturlandschaftsstiftung mit dem Projekt der Ill-Renaturierung begonnen", erklärte Bürgermeister Werner Laub. Ziel sei es gewesen, das ursprüngliche, nicht-begradigte Flussbett der Ill wiederherzustellen und neue Lebewesen anzusiedeln. "Wir haben uns besonders auf die Biber spezialisiert. Die wurden hier ausgesetzt und haben sich im gesamten Saarland verbreitet", schilderte Laub.

Doch damit nicht genug: Der Naturschutz an der Ill wird noch weitergehen. Dazu hat sich der Zweckverband "Natura Ill-Theel" gegründet, der sich vorgenommen hat in den kommenden Jahren die Wasserrahmenrichtlinien der EU umsetzen. Umweltministerin Anke Rehlinger, die schon öfter auf dem Biberpfad unterwegs war, ist von den Projekten begeistert. Trotz großer Hitze und tropischen Bedingungen im Berschweiler Wald war sie auch zu Späßen aufgelegt. So machte sie gleich an der ersten Infostation halt und probierte das Tierstimmenrätsel aus. "Das Tolle hier in Berschweiler ist, dass der Naturschutz nicht einfach nur von oben durchgeführt wird, sondern die Bevölkerung auch mit einbezogen wird", stellte die Umweltministerin fest.

Und genau auf diese Ökopädagogik legen die verantwortlichen Gemeinden auch großen Wert. "Wir möchten den Bürgern, vor allem den Kindern die Natur näher bringen", meinte Werner Laub und wies darauf hin, dass das Natur- und Erlebniszentrum am Schullandheim Biberburg von der Unesco als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet wurde.