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Nach der Arbeit ist vor der Arbeit

Die geladenen Gäste schauten sich gestern das Gradierwerk an. Foto: Müller/Stadt
Die geladenen Gäste schauten sich gestern das Gradierwerk an. Foto: Müller/Stadt
Sulzbach/Püttlingen. Als "anspruchsvolles Projekt", das für die Stadt "eine ganz besondere Bedeutung" hat, lobte Toni Job am Donnerstag das Gradierwerk. In einer kleinen Feierstunde im Salzbrunnenhaus hob der 1 Von SZ-Redakteur Thomas Feilen

Sulzbach/Püttlingen. Als "anspruchsvolles Projekt", das für die Stadt "eine ganz besondere Bedeutung" hat, lobte Toni Job am Donnerstag das Gradierwerk. In einer kleinen Feierstunde im Salzbrunnenhaus hob der 1. Vorsitzende der Erwerbslosen-Selbsthilfe in Püttlingen in seiner Begrüßungsansprache nicht nur die gute Zusammenarbeit von ESH und Überbetrieblichem Ausbildungszentrum (ÜAZ), das zur ESH gehört, mit der Stadtverwaltung hervor. Er dankte auch den Vertretern des Jobcenters, das die kompletten Arbeiten am Salzbrunnenensemble auch finanziell begleite.Die 1. Beigeordnete der Stadt Mary-Rose Bramer stellte besonders die vielen Tätigkeiten der ESH in der Salzstadt heraus: Neben dem Gradierwerk, das zwischen Mai 2011 und September 2012 errichtet wurde, nannte die CDU-Politikerin die Wassertretanlage im Stadtpark, die Einrichtung der Tourist-Information sowie die Renovierung des Salzbrunnenhauses innen und außen. Wobei die Innenarbeiten noch nicht völlig abgeschlossen sind, wie später Alfred Herr erläuterte. Bramer dankte den ESHlern auch für die Arbeiten auf dem Bolzplatz Brefeld, die laufende Tätigkeit an der Schürfstelle und "weitere diverse Arbeiten", wie die Unterstützung bei Abriss- und Aufräumarbeiten am Schwesternhaus und an der Blaufabrik.


Als letzter Redner vor dem Rundgang übers Ensemble mit ausführlicher Besichtigung des Gradierwerks gab Alfred Herr für die "Historiengruppe" einen Überblick über die Planungs- und Bauphase bis zum Abschluss im September des vorigen Jahres. Besondere Anerkennung zollte Herr denjenigen, die mit ihrer Hände Arbeit das "Projekt Gradierwerk" geschaffen haben. Nämlich Erwerbslosen, die nicht vom Baufach seien, und dennoch dieses Schmuckstück errichtet hätten. Untermauert mit einem Diavortrag machte Herr klar, welcher Aufwand betrieben werden musste, um das "Salzwerk" auf ein festes Fundament zu stellen.

Die Historiengruppe, die sich vor der Planung in Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein umgeschaut habe, sei "anfangs belächelt" worden. "Aber es hat funktioniert", merkte Herr mit einer guten Portion Stolz an. Er, einer der beiden Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Stadtrat, bedankte sich besonders bei den Teilnehmern an der ESH-Maßnahme für die "harte Arbeit", die sie geleistet hätten. Er stellte aber auch klar, dass noch weiter Hand angelegt werden müsse im Ensemble.

So sei der Innenanstrich, der mit Rücksicht auf Veranstaltungen im Salzbrunnenhaus noch nicht ganz fertig sei, noch abzuschließen. Eine Besonderheit wusste Herr beizusteuern. Die Original-Schwarzdornhecke am Gradierwerk stamme aus Polen, weil eine so große Zahl der Pflanzen in Deutschland nicht verfügbar gewesen sei. Trotz Bedenken der Historiengruppe seien die Pflanzen pünktlich geliefert worden.



Die geladenen Gäste schauten sich am Donnerstag das neu Gradierwerk in Sulzbach an. Foto: Müller/Stadt
Die geladenen Gäste schauten sich am Donnerstag das neu Gradierwerk in Sulzbach an. Foto: Müller/Stadt