| 19:59 Uhr

erneute Überprüfung sei Geldverschwendung
Nabu gegen neue Nordumfahrung von Merzig

Für die Umgehung Besseringen wurden 2010 Bäume gerodet. Foto: Reiter
Für die Umgehung Besseringen wurden 2010 Bäume gerodet. Foto: Reiter FOTO: Reiter
Lebach. Der Naturschutzbund Nabu hat sich gegen den Bau der Nordumfahrung Merzig auf einer neuen Streckenvariante ausgesprochen, da sie ein großes Waldgebiet zwischen Mettlach, Besseringen, Merzig und Brotdorf durchqueren und einen Großteil des Waldes zerschneiden würde. "Alle Welt regt sich - oft zurecht - darüber auf, wenn zum Beispiel für Windräder Waldflächen gerodet werden sollen. Die Stadt Merzig hat dies für ihr Territorium sogar kategorisch ausgeschlossen, um den Wald zu schützen. Für diese neue Straße würde man aber nun ohne mit der Wimper zu zucken eine immens große Waldfläche opfern und den Lebensraum des Kammerforstes erneut zerschneiden", sagt Nabu-Vizechef Karl-Rudi Reiter. Aufnahmen, die beim Bau der Ortsumgehung Besseringen entstanden, belegten das Ausmaß der Zerstörung. Der nun diskutierte Verlauf sei keineswegs neu, sondern bereits im Rahmen von Gutachten geprüft und für untauglich befunden worden. Eine erneute Überprüfung sei Geldverschwendung, das gewünschte Ergebnis würde sie nicht bringen. Wichtiger sei es, dass Landesregierung und die Stadt Merzig die längst beschlossene Verbesserung der innerstädtischen Durchfahrt bauen. red