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Müllablagerungen am Itzenplitzer Weiher werden zum Problem

Heiligenwald. Gutes Wetter, viele Badegäste am Itzenplitzer Weiher, viel Müll: Kontrovers diskutiert wurde in der Sitzung des Ortsrates Heiligenwald darüber, wie man mit der zunehmenden Müllproblematik umgehen solle. jpm

Der Sommer ist nun endlich da. Und bei der Hitze gibt es kaum Besseres, als einen ausgedehnten Besuch am Badesee. Doch wohin mit dem anfallenden Müll? Unter anderem mit dieser Problematik hat sich der Ortsrat Heiligenwald in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Betroffen ist zur Zeit auch der Itzenplitzer Weiher.

Zwei zusätzliche Abfalleimer sind bereits aufgestellt worden, doch die Kapazitäten seien bei Weitem nicht genug. Die Eimer wären ständig voll, sodass die Leute ihren Unrat daneben legen müssten. Um Abhilfe zu schaffen, schlägt Ortsvorsteher Klaus Gorny vor, man könne zwei 240-Liter-Container aufstellen, die den Bedarf an Entsorgungsmöglichkeiten für die Badesaison decken sollen.

Die CDU-Fraktion im Rat plädiert hingegen für eine Abschaffung jeglicher zusätzlicher Abfalleimer. Es müsse ein Umdenken stattfinden, die Badegäste sollten sich "ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst werden und ihren Müll mit nach Hause nehmen", so Ute Beck. Wolfgang Brendel, SPD, befürchtet allerdings, dass dann der Abfall wieder überall verstreut herumliegt und Flaschen in den See geworfen würden. Auch Gorny sieht die Perspektive einer "Umerziehung" eher kritisch. Am Ende der Debatte einigte man sich darauf, für die Sommermonate zwei zusätzliche befestigte Container zu installieren.

Kräftiger Baumschnitt geplant

Die mittlerweile deutlich zu hoch gewachsenen Bäumen in der Friedrich-Ebert-Straße sollen zeitnah zu sogenannten "Kulturbäumen" umgestaltet werden. Dies bedeutet grundsätzlich, es werde ein Schnitt bis auf die kräftigen Äste erfolgen. Außerdem sollen die Bäume auch in nächsten den Jahren niedrig gehalten werden. Dadurch würde es neben einer Laubvermeidung auch eine deutliche Verschönerung des Straßenbildes geben. Die Arbeiten sind für den kommenden Herbst geplant. Entsprechend soll nun eine Weitergabe an Bauamtsleiter Uwe Sausen zur Einleitung der notwendigen Maßnahmen erfolgen.

Ungünstig gestaltet sich zur Zeit die Parkplatzsituation im Bereich der Schulstraße. Auch die Beschilderung, insbesondere die Auszeichnung des Behindertenparkplatzes, müsse hier geändert werden.

Als erster Schritt zu einer Verbesserung der Situation soll die Konzeption einer Neugestaltung von Seiten des Ordnungsamtes erfolgen, welches über ein Computerprogramm zur Berechnung der optimalen Verteilung der Parkplätze verfügt. Auf Basis der dadurch gewonnen Daten erhofft man sich, die ideale Positionierung für Parkplätze und Verkehrsschilder zu finden, die dann auch adäquat umgesetzt werden soll.