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| 20:11 Uhr

Mit "Jugend musiziert'' die Moderne entdecken

Saarbrücken. Viele der Kinder und Jugendlichen, die beim Wettbewerb Jugend musiziert erfolgreich sind, stammen aus musikalischen Familien. So auch Polina Vinogradova, die für ihre Leistungen als Klavierbegleiterin im Landeswettbewerb einen ersten Preis (23 Punkte) bekam. Zusammen mit ihrem Vater gibt Polina seit ihrem zwölften Lebensjahr regelmäßig Konzerte Von SZ-Mitarbeiterin Alexandra Raetzer

Saarbrücken. Viele der Kinder und Jugendlichen, die beim Wettbewerb Jugend musiziert erfolgreich sind, stammen aus musikalischen Familien. So auch Polina Vinogradova, die für ihre Leistungen als Klavierbegleiterin im Landeswettbewerb einen ersten Preis (23 Punkte) bekam. Zusammen mit ihrem Vater gibt Polina seit ihrem zwölften Lebensjahr regelmäßig Konzerte. Vladimir Vinogradov spielt Domra, ein altrussisches Zupfinstrument. "Am Anfang habe ich ihn nur bei einzelnen Stücken begleitet. Inzwischen haben wir ein ganzes Programm und der Schwierigkeitsgrad der Stücke wächst", erzählt Polina. Ihr Repertoire ist vielfältig und umfasst klassische Stücke ebenso wie russische Folklore. Als Klavierspielerin hat Polina eine Vorliebe für Kompositionen der Romantik - "weil sie so viel Gefühl haben". Auch Werke von Mozart und Beethoven sowie Barockmusik spielt Polina sehr gern. Durch Jugend musiziert fand sie nun auch einen Zugang zur zeitgenössischen Musik. Denn hier ist die Wahl eines modernen Stückes Pflicht. Polina Vinogradova und ihr musikalischer Partner Lukas Stubenrauch (Violine) entschieden sich für die Moments musicaux des 1918 geborenen Komponisten Jürg Baur. "Als wir das Stück zum ersten Mal gespielt haben, war das wirklich sehr ungewohnt für mich, weil die Intervalle für das Gehör fast unangenehm sind", erinnert sich Polina. "Aber schließlich habe ich mich daran gewöhnt und die Struktur verstanden, die sich dahinter verbirgt. Das zu entdecken, war sehr interessant." Polina nahm 2009 zum vierten Mal an Jugend musiziert teil. "Als ich zum ersten Mal mitgemacht habe, war ich in der Altersgruppe I, jetzt gehöre ich zur Altersgruppe IV", erklärt die 15-jährige Schülerin des Ludwigsgymnasiums. Mit zunehmendem Alter würden die Ansprüche der Jury höher, meint Polina. "Ich glaube, dass es in diesem Alter schwieriger ist, eine höhere Punktzahl zu erreichen als bei den ganz Kleinen." Umso mehr freut sich Polina auf den Bundeswettbewerb, der vom 29. Mai bis 6. Juni in Essen stattfindet. "Für mich ist es der erste Bundeswettbewerb. Und ich glaube, dass es eine gute Erfahrung ist, an einem Wettbewerb mit bundesweitem Einzugsgebiet teilzunehmen." Zusammen mit ihrem Wettbewerbs-Partner Lukas Stubenrauch bereitet sich Polina derzeit intensiv auf das Vorspielen in Essen vor. Lukas und Polina haben bei diesem Wettbewerb zum ersten Mal im Duo gespielt. Ein Musiklehrer stellte den Kontakt zwischen den beiden her. "Wir harmonieren sehr gut", findet Polina. Gegenseitige Sympathie sei sehr wichtig, um "gemeinsam etwas Gutes entwickeln zu können".