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| 20:12 Uhr

Mit Disziplin zum guten Abschluss

Saarbrücken. Die 22-jährige Sabrina Schäfer hat in ihrer Karriere als Schwimmerin etliche Titel eingefahren, in Berlin wurde sie zuletzt deutsche Meisterin über 1500 Meter Freistil. "Durch den Sport bin ich es gewohnt, sehr diszipliniert zu arbeiten", sagt die aus Differten stammende Wahlsaarbrückerin, "ich habe mein Ziel im Auge und ziehe es durch Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Saarbrücken. Die 22-jährige Sabrina Schäfer hat in ihrer Karriere als Schwimmerin etliche Titel eingefahren, in Berlin wurde sie zuletzt deutsche Meisterin über 1500 Meter Freistil. "Durch den Sport bin ich es gewohnt, sehr diszipliniert zu arbeiten", sagt die aus Differten stammende Wahlsaarbrückerin, "ich habe mein Ziel im Auge und ziehe es durch." Diese Eigenschaft kommt ihr bei ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation am Institut für Technologietransfer (Fitt) der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sehr entgegen. Kaufleute für Bürokommunikation erledigen üblicherweise Sekretariats- und Assistenzaufgaben. Sie leisten auch fachspezifische kaufmännisch-verwaltende Tätigkeiten in den Verwaltungsabteilungen von Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche. Beim Fitt ist Sabrina in alle Unternehmensbereiche eingebunden - von der Kontierung von derzeit 258 Projekten, über die Bearbeitung von Steuer- und Krankenversicherungsangelegenheiten der fast 150 Mitarbeiter bis hin zur Kontrolle der Buchungen des Steuerberaters. "Die Arbeit ist extrem abwechslungsreich", sagt Sabrina Schäfer, "es wird nie langweilig." Kein Wunder, denn das Fitt ist die Schnittstelle zwischen saarländischer Wirtschaft und den Professoren der HTW. "Wir wurden 1986 als Kontaktstelle zwischen Unternehmen und der HTW gegründet", sagt Fitt-Geschäftsführer Pol van Eyghen. "Unsere Aufgabe ist es, das an der HTW verfügbare Know-how der Wirtschaft verfügbar zu machen." Nach dem Abitur hatte Sabrina Schäfer zunächst ein freiwilliges soziales Jahr abgeleistet und dann eine Ausbildung zur Reisekauffrau begonnen. Doch das erwies sich nicht als der erhoffte Traumberuf. Im Internet war sie dann auf die Stellenanzeige des Fitt gestoßen und hat sich gegen vier weitere Bewerberinnen durchgesetzt. Zweimal pro Woche muss Sabrina zur Berufsschule, wo Wirtschaftslehre, Deutsch, Englisch, Datenverarbeitung und Rechnungswesen auf dem Lehrplan stehen. "Ich weine schon, wenn ich eine Zwei schreibe", berichtet die Ex-Leistungssportlerin über ihren beruflichen Ehrgeiz. Der wird bei der gemeinnützigen GmbH ordentlich entlohnt. Die Ausbildungsvergütung steigt von 690 Euro im ersten Lehrjahr auf 790 Euro im dritten. Einziger Haken: das Fitt bildet immer über Bedarf aus, eine Übernahme findet nicht statt. "Unsere Auszubildenden haben einen großen Arbeitsbereich und dadurch eine außergewöhnlich gute Ausbildung", betont Pol van Eyghen und zeigt Perspektiven: "Wir haben gute Kontakte in die Wirtschaft, die unsere Auszubildenden auch nutzen können."