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Missionsförderverein ist „Saarlands Bester“ im August

Heusweiler. Rund 150 000 Euro hat der Missionsförderverein Kutzhof seit seiner Gründung vor 15 Jahren für Hilfsprojekte in Afrika und Asien gespendet. Neben Ausbildungen unterstützt er auch Projekte für die medizinische Versorgung mittelloser Menschen. bera

Geleitet von der christlichen Nächstenliebe engagiert sich der Missionsförderverein Kutzhof für hilfsbedürftige Menschen in Afrika und Asien. Wegen dieses herausragenden Engagements wählten jetzt 451 SZ-Leser den Verein zu "Saarlands Besten" im Monat August. "Bedürftige in Somalia, Mauretanien, Indien, Papua-Neuguinea und auf den Philippinen sollen Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben schöpfen können", sagt der Vereinschef Martin Zewe. Bei allen Projekten gehe es aber nicht allein um humanitäre Hilfe, sondern auch um "Hilfe zur Selbsthilfe", erklärt Zewe. In den vergangenen Jahren unterstützte der Verein mehrere soziale Projekte, zum Beispiel die Ausbildung von jährlich 20 Frauen in einer Stickerei-Werkstatt in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott. Zuletzt ist dort mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins ein Zentrum für schwerbehinderte Kinder aufgebaut worden.

Aktuell fördert der Verein das Projekt "Surgical Mission" (deutsch "Chirurgischer Einsatz") auf den Philippinen. "Wir haben die Mission auf den Weg gebracht und für die Finanzierung gesorgt", sagt Zewe. Dabei behandelt ein Team aus sechs Ärzten und drei Rettungssanitätern aus dem Saarland in einem Krankenhaus auf der Insel Siquijor mittellose Menschen. Für ihr Engagement opfern die Ärzte und Sanitäter zwei bis drei Wochen ihres Jahresurlaubs. Vor jeder Operation werde mittels eines speziellen Verfahrens überprüft, ob die Bedürftigen tatsächlich in Armut leben, erläutert Zewe. Sollte dies der Fall sei, dann könne man kostenlos operieren. Pro Einsatz leistete das "Surgical Mission"-Team zwischen 150 und 200 Operationen. "Wir rechnen damit, dass es in diesem Jahr noch mehr werden, weil inzwischen ein Operationssaal erweitert wurde", sagt Zewe voraus. Auch sollen philippinische Mediziner im Zuge des Projekts in der Notfallmedizin geschult werden. Insgesamt rund 55 000 Euro kostet das Projekt, das mit Mitteln des Fördervereins, mit Eigenmitteln der Ärzte sowie mit Spenden weiterer Geldgeber finanziert wird.

Rund 150 000 Euro flossen seit Gründung des Missionsfördervereins vor 15 Jahren in Hilfsprojekte. Das Geld kam zusammen über Spenden von Privatleuten und Firmen sowie Erlöse aus eigenen Veranstaltungen, wie das jährliche Missionsessen in der Kirche St. Jakobus in Kutzhof und Benefizkonzerte.