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AfD-Antrag für berittene Polizei
Minister spottet über Plan für Reiterstaffel der Saar-Polizei

Die berittene Polizei kommt in anderen Bundesländern oft bei Demonstrationen oder Fußballspielen zum Einsatz (Symbolbild).
Die berittene Polizei kommt in anderen Bundesländern oft bei Demonstrationen oder Fußballspielen zum Einsatz (Symbolbild). FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Saarbrücken. Mit einer spöttischen Bemerkung zur Idee der AfD-Fraktion, im Saarland eine Reiterstaffel der Polizei einzuführen, hat Finanzminister Peter Strobel (CDU) am Dienstag im Landtag die Abgeordneten erheitert. Von Daniel Kirch und Nora Ernst
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Strobel nahm Bezug zum Antrag, 16 Dienstpferde anzuschaffen. „Hannoveraner haben Sie dazugeschrieben – natürlich keine Araber, die wollen Sie hier ja nicht.“ Strobels nachfolgender Satz, für Polizeipferde, -reiter und Pferdewirte gebe es „weder Stellen noch Ställe“, ging im Gelächter unter – ebenso wie Strobels Mahnung: „Auch im Saarland ist das Leben kein Ponyhof.“


Der AfD-Politiker Lutz Hecker verteidigte den Vorstoß: „Berittene Polizisten können eine beeindruckende und abschreckende Wirkung haben.“ Mit regelmäßiger Präsenz in  der Saarbrücker Innenstadt könne die Kriminalität zurückgedrängt werden. Die CDU-Abgeordnete Ruth Meyer („Ich dachte, mich tritt ein Pferd“) fragte: „Wo sollen die reiten? Zwischen Saarbahn und Ludwigskreisel?“ Das würde eher ein Sicherheitsrisiko schaffen, als es zu beseitigen.