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Merziger nehmen 2013 in Empfang

Merzig. Der Neujahrsempfang der Stadt Merzig in der Stadthalle hat vielerlei Traditionen. Eine davon ist die Abwechslung: Jedes Jahr steht nämlich eine andere Gruppe von Merzigern im Mittelpunkt. Am Donnerstagabend (und durchaus noch ein Stück in die Nacht hinein) waren es die Helfer in Gefahr und Not Von SZ-Redakteur Mathias Winters

Merzig. Der Neujahrsempfang der Stadt Merzig in der Stadthalle hat vielerlei Traditionen. Eine davon ist die Abwechslung: Jedes Jahr steht nämlich eine andere Gruppe von Merzigern im Mittelpunkt. Am Donnerstagabend (und durchaus noch ein Stück in die Nacht hinein) waren es die Helfer in Gefahr und Not.So fielen nicht nur viele Uniformen ins Auge, sondern der Gastgeber, Oberbürgermeister Alfons Lauer, hatte besonders viel zu loben und zu danken. Freiwillige Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Technisches Hilfswerk, Notfallseelsorge, Weißer Ring, die überwiegend ehrenamtlich tätig sind, aber auch die Helfer-Profis von Polizei, Bundeswehr, Behörden sowie im Klinikum, in Pflege und Ärzteschaft - Lauer vergaß keinen.



Gelebte Solidarität

"Sie sind ein Paradebeispiel für gelebte Solidarität und angewandten Gemeinsinn", sagte das Stadtoberhaupt. "Der Geist, der in diesen Organisationen herrscht, macht unsere Gesellschaft erst menschlich und ist der Kitt, der unsere Gemeinschaft zusammenhält." Das freute die Adressaten offensichtlich.

Variation im Gewohnten gibt es auch beim Rahmenprogramm. Das bestückten Musikverein St. Hubertus Schwemlingen, die Tanzformation des PWG Merzig und als Höhepunkt die Grün-weißen Funken der KG Humor mit ihrem Spinnen-Schautanz. Traditionell ist schließlich ebenfalls die Bewirtung durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung, deren Erwähnung durch ihren Chef großen Beifall erhielt.

Und gar nichts Negatives? Doch. Lauer schilderte die klamme Finanzlage von den internationalen Schulden bis zur Quasi-Pleite vieler saarländischer Städte und Gemeinden. Aber er nutzte dies, um einen Gegenpol zu Merziger Erfolgen zu setzen. 4,7 Prozent durchschnittliche Arbeitslosenquote 2012 in Merzig (Land: 6,7, Bund: 6,8 %) nannte der OB als ein Zeichen für den "relativ gesunden" Wirtschaftsstandort. Er sieht ein "positives Investitionsklima" in der Stadt und freute sich über "große Erfolge in der Stadtentwicklung", siehe etwa Carré Alte Post oder Fellenbergpark.

Fußgängerbrücke kommt

Bliebe noch der Ausblick. Die weitere Stadtentwicklung bezeichnete Lauer als "wichtige Herausforderung". Ganz oben auf der Agenda steht dabei der Sport- und Freizeitpark, wo Streit vergessen und ein Hotel am Bad, bessere Verkehrsanbindung, ein Natursee und eine Fußgängerbrücke in Angriff genommen werden sollen. Und auch mit einem aufgewerteten Kirchplatz St. Peter werde die Stadt noch attraktiver, ist sich Lauer sicher und sieht Merzig auf einem guten Weg.