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Feuerwehr
Merzig-Wadern will Modell für einheitlichen Brandschutz sein

Daniela Schlegel-Friedrich, Landrätin von Merzig-Wadern
Daniela Schlegel-Friedrich, Landrätin von Merzig-Wadern FOTO: Landkreis Merzig-Wadern / Becker & Bredel für den Landkreis
Merzig. Um bei der Anschaffung von Ausrüstung und Fahrzeugen für die Feuerwehr Kosten zu sparen, diskutiert eine Arbeitsgruppe, in der Vertreter der Kommunen, der Kreise, der Feuerwehr und des Innenministeriums sitzen, ein Konzept zur einheitlichen Ausrüstung und gemeinsamen Beschaffung (wir berichteten).

In diesem Zusammenhang weist Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (CDU) darauf hin, dass es in ihrem Landkreis Merzig-Wadern bereits seit 2008 die interkommunale Zusammenarbeit im Feuerwehrwesen gibt. Der Kreis könne dabei Erfolge vorweisen und somit zielführend für die weitere Brandschutzarbeit im Saarland sein.


In dem „Konzept 2020“ haben Kommunen und Kreis einen Bedarfs-, Entwicklungs- und Investitionsplan für den Landkreis erstellt. Darin ist festgelegt, wie sich die Feuerwehren gemeinsam weiterentwickeln und gemeindeübergreifend unterstützen können. „Nur wer diesem Konzept entsprechend investiert, erhält einen 50-prozentigen Kreiszuschuss aus der Feuerschutzsteuer“, so Schlegel-Friedrich.

Unter anderem wurde in der Kreisverwaltung eine Beschaffungsstelle eingerichtet, die neben Fahrzeugen auch weite Teile der Ausrüstung für alle Kommunen beschafft. Auch durch die 2011 eingerichtete Kreiskleiderkammer, die alle Wehren mit Schutz- und Dienstkleidung versorgt, konnten Kosten gespart und der logistische Aufwand gesenkt werden. Seit 16 Jahren führe der Landkreis die Fahrausbildung der Ehrenamtlichen für die Feuerwehrautos durch. Die Kreisatemschutzwerkstatt überprüft zentral die Pressluftatmer. Bis Mitte 2019 soll eine zentrale Schlauchwerkstatt hinzukommen. Die Feuerwehren und der Landkreis organisieren gemeinsam die Ausbildung der freiwilligen Feuerwehrleute. Der Landkreis übernimmt die Koordination und kümmert sich um die Sonderausbildungen etwa für Maschinisten oder Drehleiterfahrzeuge. Seit 2008 liege die Zahl der ehrenamtlichen Einsätzkräfte bei rund 2100, aktuell seien es 2119.