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Mennoniten haben jetzt ein eigenes Bethaus

Wilhelm Schellenberg präsentiert den Betsaal. Fotos: ll
Wilhelm Schellenberg präsentiert den Betsaal. Fotos: ll
Dudweiler. Ausgangs Dudweiler, in Richtung Jägersfreude, steht auf der linken Seite direkt unterhalb des Lidl-Einkaufsmarktes ein unscheinbares zweigeschossiges Gebäude. Früher beherbergte es eine Malerfirma mit Büroräumen und einer Lagerhalle. Aus dem ehemaligen Malergeschäft ist jetzt ein Bethaus geworden. Es gehört der Mennoniten Brudergemeinde Saarbrücken Von SZ-Mitarbeiter Elmar Müller

Dudweiler. Ausgangs Dudweiler, in Richtung Jägersfreude, steht auf der linken Seite direkt unterhalb des Lidl-Einkaufsmarktes ein unscheinbares zweigeschossiges Gebäude. Früher beherbergte es eine Malerfirma mit Büroräumen und einer Lagerhalle.


Aus dem ehemaligen Malergeschäft ist jetzt ein Bethaus geworden. Es gehört der Mennoniten Brudergemeinde Saarbrücken. Sie hat das Haus Ende 2008 gekauft. In Eigeninitiative haben die Gemeindeglieder daraus ein Bethaus mit einem großen Betsaal und verschiedenen Nebenräumen gemacht. Am kommenden Sonntag ist um 10 Uhr die offizielle Einweihung im Rahmen eines Gottesdienstes. Der 55-jährige Wilhelm Schellenberg, er stammt aus Kasachstan und ist seit 1993 im Saarland, ist der Älteste und Vorsitzende der Brudergemeinde. "Wir haben 40 Mitglieder, alles Auswanderer aus der ehemaligen Sowjetunion", erklärt er. Die Brudergemeinde wurde vor vier Jahren gegründet. "In der Vergangenheit haben wir unsere Gottesdienste immer mit der Methodisten-Gemeinde in Saarbrücken gefeiert", sagt Schellenberg.

Mittelpunkt des neuen Bethauses der Mennoniten Brudergemeinde ist der große Betsaal. Er bietet Platz für 200 Personen. Mit Fenstern abgetrennt ist ein kleiner Raum. "Hier können Mütter mit kleinen Kindern den Gottesdienst verfolgen", erläutert Schellenberg. Im Erdgeschoss des Hauses sind noch die sanitären Anlagen, das Bruderzimmer, ein Büro und ein größerer Raum. Der ist nach Angaben des Ältesten für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde. Eine Holztreppe führt in den ersten Stock und auf die Empore. Sie wird mit einem weiteren Raum als Essenssaal genutzt. Hier oben befindet sich auch noch eine große Küche.



Wie Wilhelm Schellenberg erläutert, treffen sich die Gemeindeglieder jeden Sonntag um 10 Uhr zum Gottesdienst im neuen Bethaus, einmal im Monat mit Abendmahl.

Zudem kommen die Mitglieder jeden Mittwoch um 18.30 Uhr zum gemeinsamen Gebet zusammen.

Der niederländisch-friesische Theologe Menno Simons (1496 bis 1561) ist der Namensgeber der Mennoniten. Sie verstehen sich als älteste Freikirche und historische Friedenskirche. Die Mennonitischen Brüdergemeinden haben ihre Wurzeln in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts und in der Erweckungsbewegung in Südrussland im 19. Jahrhundert. Die Mennoniten ehren und bekennen Gott als ewigen Vater, Sohn und Heiligen Geist.

Das Haus der Mennoniten von außen.
Das Haus der Mennoniten von außen.
Wilhelm Schellenberg präsentiert den Betsaal. Foto: Elmar Müller
Wilhelm Schellenberg präsentiert den Betsaal. Foto: Elmar Müller