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Meisterrunde ade

Landsweiler-Lebach. Vielleicht war schon dieser erste Block zu viel gewesen. Gleich hatten die Keglerinnen der KF Oberthal in der Damen-Bundesliga ihre Stärke demonstriert. 794 Holz von Christina Retterath und 813 Holz von Kristina Krewer mögen sich nicht nach allzu viel anhören Von SZ-Mitarbeiter Janek Böffel

Landsweiler-Lebach. Vielleicht war schon dieser erste Block zu viel gewesen. Gleich hatten die Keglerinnen der KF Oberthal in der Damen-Bundesliga ihre Stärke demonstriert. 794 Holz von Christina Retterath und 813 Holz von Kristina Krewer mögen sich nicht nach allzu viel anhören. Gibt es doch Bahnen wie in Maifeld-Polch, wo mehr als 800 Holz zum guten Ton gehören und erst Ergebnisse von mehr als 900 Holz beeindrucken können. Nicht so auf der Bahn des KSC Dilsburg im Landsweiler Hof in Landsweiler-Lebach. Schwer fallen die Kegel dort. Wer mehr als 800 wirft, hat eine der höchsten Einzelpunktwertungen sicher. Und nun legt Oberthal also mit 794 und 813 Holz vor. Susanne Bäsel und Veronika Ulrich konnten zwar mit 775 und 798 Holz einigermaßen dagegenhalten, aber Oberthal zeigte, dass die Mannschaft im Kampf um den Titel wohl ein lautstarkes Wort mitreden wird. "Kurz vorher wurde auf der Bahn Zweite Bundesliga Herren gespielt. Die Oberthaler Damen haben besser als die Herren des KSV Riol II gespielt", sagt Birgit Stauner-Bayer.



Aufbäumen im zweiten Block

Im zweiten Block zeigte Dilsburg mit 767 Holz von Stauner-Bayer und vor allem den 804 Holz von Sandra Keller eine ordentliche Leistung. Aber es war zu wenig, um Oberthal ernsthaft unter Druck zu setzen. Oberthals Vera Schwan, die sich bei ihrem Einsatz verletzte, kam trotzdem noch auf 753 Holz, und Kerstin Hens besiegelte mit 789 Holz und damit acht Einzelwertungspunkten die Dilsburger Niederlage. Am Ende stand ein 3:0 für Oberthal. Der Lokalrivale hatte sich auf der Bahn des KSC Dilsburg sogar den Zusatzpunkt gesichert.

In Dilsburg war die Enttäuschung zwar greifbar, aber am Ende dominierte vor allem der Respekt vor der Oberthaler Leistung - wie bei Stauner-Bayer: "Das muss man auch einfach mal zugestehen, dass Oberthal einfach unheimlich gut gespielt hat heute."

Mit der Niederlage gegen den Tabellenzweiten dürften alle noch so zarten Hoffnungen des KSC Dilsburg auf die Teilnahme an der Meisterrunde begraben sein. Zwei Punkte beträgt der Abstand des Tabellensechsten auf den notwendigen vierten Platz, den der RSV Remscheid belegt. Zwei Punkte, die kaum aufzuholen sind, selbst wenn der KSC zum Abschluss der regulären Runde noch einmal ein Heimspiel hat. Denn der Gegner ist am kommendem Samstag um 13 Uhr nicht irgendwer. Es kommt der Tabellenführer und Mitfavorit auf den Titel, der KV Maifeld-Polch.