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Meister-Feier wie bei den Großen

Wahlschied/Bildstock. Bei der Meisterfeier auf dem Spielfeld konnten die Spieler des SV Wahlschied durchaus mit dem Jubel des deutschen Meisters VfL Wolfsburg mithalten. Die Meister-T-Shirts übergestreift, streckten die Wahlschieder die Meisterschale in die Luft und feierten besonders den Mann des Erfolges, Spielertrainer Stefan Kullmann Von SZ-Mitarbeiter Christian Röhrich

Wahlschied/Bildstock. Bei der Meisterfeier auf dem Spielfeld konnten die Spieler des SV Wahlschied durchaus mit dem Jubel des deutschen Meisters VfL Wolfsburg mithalten. Die Meister-T-Shirts übergestreift, streckten die Wahlschieder die Meisterschale in die Luft und feierten besonders den Mann des Erfolges, Spielertrainer Stefan Kullmann. Nur die obligatorische Bierdusche blieb dem Trainer erspart. "Das haben die Jungs zum Glück vergessen", sagt er lachend.


Auf dem Sportplatz der DJK Bildstock gewann der SV Wahlschied am Mittwochabend das Relegationspiel um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B Neunkirchen gegen den SC Wemmetsweiler mit 2:0 (Halbzeit 0:0). Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit wenig echten Torchancen konnten sich die Wahlschieder in der zweiten Hälfte besser gegen Wemmetsweiler in Szene setzen. In der 53. Minute lief der Wahlschieder Spielmacher Pascal Kopp nach einem Konter fast unbedrängt von seinen Gegenspielern auf Wemmetsweilers Torwart Thorsten Mohr zu. Dieser reagierte unglücklich und warf sich in die Beine von Mohr. Elfmeter für Wahlschied. Die umstrittenste Szene des Spiels. Für Wemmetsweilers Kapitän Thorsten Lisch eine klare Fehlentscheidung: "Das war kein Elfmeter, da hätte der Schiri in einem Meisterfinale mehr Fingerspitzengefühl haben müssen."

Souverän verwandelte Nils Spaniol den Elfmeter zum 1:0 für Wahlschied. Der Führungstreffer wirkte wie ein Schock für Wemmetsweiler. Auch danach konnte die Mannschaft keine echten Torchancen herausspielen. Selbst der Torschützenkönig Thorsten Linn (59 Tore in dieser Saison) blieb harmlos. Gegen den starken Manndecker Benjamin Roos gelangen dem Toptorjäger der Wemmetsweiler nur wenig Aktionen. Wahlschieds Spielertrainer Stefan Kullmann lobte den Verteidiger: "Benni hat Linn komplett ausgeschaltet. Starke Leistung. Besonders wenn man bedenkt, dass Benni so lange verletzt war."



Mit viel Kampf erhöhten die Wahlschieder dann den Druck. In der 65. Minute die Entscheidung: Nach einer missglückten Torwartparade erzielte Wahlschieds Kapitän Tim Hombrecher das 2:0. Unbändige Freude bei Wahlschied, tiefste Trauer bei Wemmetsweiler. Besonders Torwart Thorsten Mohr, der bei beiden Toren unglücklich mitwirkte, musste nach Schlusspfiff von seinem Trainer Werner Stättler getröstet werden. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, die haben toll gekämpft. Und sie haben eine sehr gute Saison gespielt. Kompliment an alle." Wahlschieds Kapitän Tim Hombrecher hatte auch lobende Worte für den Gegner: "Wemmetsweiler hat es uns nicht leicht gemacht, gut gekämpft. Aber ich glaube, der Sieg geht für uns in Ordnung."

Bis in die frühen Morgenstunden feierte die Mannschaft des SV Wahlschied die Meisterschaft. "Ich hoffe, meine Schüler verzeihen mir, wenn ich morgen nicht so fit bin", schmunzelte Kapitän Hombrecher. Er arbeitet als Lehrer an der Realschule Bruchwiese in Saarbrücken. Am kommenden Dienstag könnten seine Schüler erneut einen unausgeschlafenen Lehrer erleben. Nämlich dann, wenn der SV Wahlschied auch das Relegationsspiel um den Einzug in Bezirksliga am Samstag gegen den SV Altstadt gewinnt (16 Uhr in Neunkirchen-Furpach).