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| 21:11 Uhr

Mehrheit für Begrenzungen bei Killerspielen

Kreis Saarlouis. Sehr unterschiedlich sind die Abstimmungen über Killerspiele am Computer ausgegangen: Eine Studie im Landkreis Saarlouis hatte festgestellt, dass rund drei Viertel aller Jungen Killerspiele am PC spielen, wie sie durch die Amokläufer von Erfurt und Winnenden in Verruf geraten sind. Online gaben SZ-Leserinnen und Leser 193 Stimmen ab, per Telefon 46 Von SZ-Redakteur Harald Knitter

Kreis Saarlouis. Sehr unterschiedlich sind die Abstimmungen über Killerspiele am Computer ausgegangen: Eine Studie im Landkreis Saarlouis hatte festgestellt, dass rund drei Viertel aller Jungen Killerspiele am PC spielen, wie sie durch die Amokläufer von Erfurt und Winnenden in Verruf geraten sind. Online gaben SZ-Leserinnen und Leser 193 Stimmen ab, per Telefon 46. Die vierfache Resonanz im Internet kann damit zusammenhängen, dass der Aufruf saarlandweit zu lesen war, die Telefonaktion nur kreisweit. Wer die SZ am Bildschirm liest, mag auch zu anderen Computer-Themen eine ausgeprägtere Meinung haben. Die 193 Stimmen verteilten sich relativ ausgeglichen, aber mit einer erkennbaren Mehrheit für mehr Reglementierung (111 Stimmen, 57,5 Prozent), etwa durch Eltern oder den Handel. Dagegen waren 82 Stimmen (42,5 Prozent).

Solche Abstimmungen, bei denen die Befragten von sich aus und möglicherweise mehrfach mitmachen, sind nicht repräsentativ. Ihre Ergebnisse darf man nicht auf die Bevölkerung übertragen, aber sie geben ein grobes Meinungsbild. Die Telefon-Resultate sind nur ein Indiz, weil sie mit 46 Stimmen auf einer kleinen Basis stehen. Da sie aber anders als das Online-Ergebnis sehr eindeutig ausgefallen sind, sind auch sie zu berücksichtigen. Lediglich vier Anrufe (8,7 Prozent) stützten die Position, solange eine negative Wirkung der Killerspiele nicht einwandfrei bewiesen sei, solle es jeder halten, wie er will. Alle anderen, zusammen 42 (91,3 Prozent), waren der Ansicht, dass eine stärkere Reglementierung sinnvoll ist. Per Telefon standen detailliertere Antworten zur Wahl, die Aufschluss gaben, wie die SZ-Leserinnen und -Leser sich mögliche Grenzen vorstellen. Die meisten, nämlich 22 Anrufe (47,6 Prozent), sehen dabei die Eltern in der Pflicht. Für einen Zeitschalter gegen Spielsucht, der das Killerspiel nach vorgegebener Dauer abschaltet, stimmten 14 Teilnehmer (30,4 Prozent). Für genauere Alterskontrollen beim Verkauf der Killerspiele sprachen sich sechs Anrufe (13,0 Prozent) aus. Bei der geringen Beteiligung sechs Wochen nach dem Amoklauf von Winnenden haben der Soziologe Sebastian Todt, der die Studie vorlegte, und die Schulleiter noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Wegen der riesigen Verbreitung der Killerspiele halten sie es für notwendig, dass sich alle Eltern und Lehrer mit dem Thema befassen und dazu eine Meinung bilden. kni