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Mehrgenerationenhaus

Besch. Burkhard Nauroth von der Caritas-Träger-Gesellschaft, die in Zukunft "Cusanus-Trägergesellschaft" heißen wird, sein kaufmännischer Direktor Alexander Schuhler, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Bürgermeister Bruno Schmitt setzten im Beisein zahlreicher Gäste den Grundstein, während Pastor Uwe Janssen zusammen mit Heimleiterin Elisabeth Jansen die Einsegnung vornahm Von SZ-Mitarbeiter Rolf Ruppenthal

Besch. Burkhard Nauroth von der Caritas-Träger-Gesellschaft, die in Zukunft "Cusanus-Trägergesellschaft" heißen wird, sein kaufmännischer Direktor Alexander Schuhler, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Bürgermeister Bruno Schmitt setzten im Beisein zahlreicher Gäste den Grundstein, während Pastor Uwe Janssen zusammen mit Heimleiterin Elisabeth Jansen die Einsegnung vornahm.Hohe AkzeptanzDas Alten- und Pflegeheim St. Franziskus verfügt gegenwärtig über 35 Plätze in Langzeit- und Kurzzeitpflege. Das Haus ist sehr gut in die Pfarr- und Zivilgemeinde eingebunden und erfreut sich auch in der Öffentlichkeit über eine hohe Akzeptanz. Allerdings hat der "Zahn der Zeit" mächtig an der Bausubstanz genagt, so dass der gesamte Gebäudekomplex in hohem Maße sanierungsbedürftig ist. Die baulichen Defizite betreffen auch die Kindertagesstätte. Auch hier ist ein Neubau in Planung. Die neue Altenhilfeeinrichtung entsteht im rückwärtigen Teil des jetzigen Gebäudekomplexes. Die neue Einrichtung verfügt auf drei Wohnbereichen über 72 Pflegeplätze (50 Einzel- und elf Doppelzimmer), die als Langzeitpflege- wie auch als Kurzzeitpflegeplätze genutzt werden können. Pro Wohnbereich wird es eine Wohnküche und zwei Aufenthaltsbereiche geben. Es entstehen auch stationäre Wohngruppen für Menschen mit Demenz. Hier wird durch entsprechende Milieugestaltung ein Wohnumfeld geschaffen, das der häuslichen Umgebung ähnelt. Das Zentrum der Hausgemeinschaft bildet eine offene Wohnküche als Treffpunkt für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter. Die Bewohner werden dabei von Präsenzkräften begleitet und betreut, die Sorge tragen, dass Lebensrhythmus und Tagesablauf vom früher gewohnten Alltag geprägt sind. Diese Wohnform trägt dazu bei, dass sich die demenziell veränderten Bewohner sicher und geborgen fühlen und im Rahmen ihrer Fähigkeiten - mehr als in der klassischen stationären Altenhilfe üblich - ins Geschehen einbezogen werden. Im Erdgeschoss verfügt die Einrichtung über einen zentralen Speisesaal (Cafeteria) und einen Mehrzweckraum mit angeschlossener Kapelle. Die Altenhilfeeinrichtung St. Franziskus versteht sich als Teil des Gemeinwesens. Intensive Kontakte zu den Menschen, Einrichtungen und Vereinen der Pfarr- und Zivilgemeinde ermöglichen den Bewohnern des Altenheimes eine bleibende Einbindung in das gesellschaftliche Leben. "Die Gemeinde ist eingeladen", so Burkhard Naurroth, "am Alltag von St. Franziskus mitzuwirken, so wie das Altenheim auch am Leben in der Gemeinde teilnehmen möchte". Die Türen stehen Besuchern stets offen. Über die Beteiligung und Unterstützung bei Veranstaltungen hinaus, kann der Mehrzweckraum für Vereinstreffen und ähnliche Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden. Der Speisesaal soll nachmittags als Cafeteria für Angehörige und interessierte Gäste dienen. Auch will man einen stationären Mittagstisch für Gemeindemitglieder und Gäste einrichten und den mobilen Mittagstisch weiter ausbauen. Die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern stellt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Öffnung nach Außen dar.Konzept für die Zukunft"In der Zusammenarbeit mit der katholischen Kindertagesstätte St. Franziskus ist es unser Ziel," so Burkhard Nauroth weiter, "ein gemeinsames zukunftsorientiertes Konzept "Jung und Alt" - im Sinne "Mehrgenerationenhaus" umzusetzen. Die Begegnung soll einerseits im selbstverständlichen alltäglichen Miteinander erfolgen, andererseits sollen gemeinsame Aktivitäten stattfinden und Spielräume für die Erprobung und Weiterentwicklung neuer Angebote geschaffen werden. Somit können persönliche Beziehungen zwischen Bewohnern und Kindern wachsen, die beide Generationen bereichern. Für Ältere bedeutet die Anwesenheit von Kindern Abwechslung und Lebensfreude. Kinder erhalten die Möglichkeit von den Erfahrungen der Bewohnern zu lernen und soziale Fähigkeiten weiterzuentwickeln.