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Reaktionen
Mehr Sozialarbeit und klare Zuständigkeiten

Eltern und Linke fordern mehr Hilfe für Schulen nach zwei Schreiben von Lehrerkollegien.
Eltern und Linke fordern mehr Hilfe für Schulen nach zwei Schreiben von Lehrerkollegien. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Saarbrücken. Eltern und Linke fordern mehr Hilfe für Schulen nach zwei Schreiben von Lehrerkollegien.

In der Diskussion um die Schreiben der Lehrerkollegen Gemeinschaftsschulen Bruchwiese und Dudweiler bekannt gewordenen Probleme wirft die Landeselterninitative für Bildung der Landesregierung vor, die soziale Arbeit an Schulen zu vernachlässigen. Der Landesregierung fehle der Wille, für mehr Personal in der Schulsozialarbeit zu sorgen und auch die Landkreise entsprechend zu unterstützen. Den Eltern sei klar, dass Respektlosigkeit, Aggressivität und Gewalt von Kindern – wie dies die Bruchwiesenschul-Lehrer berichteten – auch Probleme der Erziehung seien. Andererseits sehen sie auch die sozialen und gesellschaftlichen Auslöser von Gewalt, wie etwa Armut, die ihrer Meinung nach politisch bewältigt werden müssten. Es sei dringend notwendig, dass die beim Sozialministerium angesiedelte Oberste Landesjugendbehörde und die örtliche Jugendhilfe in Kooperation mit dem Bildungsministerium und den freien Trägern der Jugendhilfe ein Rahmenkonzept erarbeiten und inhaltliche und personelle Standards, Zuständigkeiten, Konfliktlösungswege regeln, heißt es in einem Schreiben.


Auch die Linksfraktion im Landtag fordert, dass die Zuständigkeit für das Schulpersonal in eine Hand kommt und nicht mehr wie bisher das Bildungsministerium für die Lehrer, die Schulträger für die Sozialarbeiter und Jugend- und Sozialamt für die Integrationshelfer zuständig sind. „Wenn Grund- und Gemeinschaftsschulen derart Alarm schlagen, dann muss man von der Landesregierung ein Zukunftskonzept erwarten können, wie sie diese Herausforderungen bewältigen will“, sagte die Abgeordnete Barbara Spaniol: „Es muss das Ziel sein, dass jede Gemeinschaftsschule mindestens drei Sozialarbeiter hat, es dort höchstens 25 Kinder pro Klasse gibt und in den Klassenstufen 5 und 6 eine Doppelbetreuung durch zwei Lehrer sichergestellt wird, wie es auch die Gewerkschaft GEW fordert.“