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Lebach
Mathe-Olympiade mit Teilnehmer-Rekord

Der Landesbeauftragte des Wettbewerbs, Uwe Peters (Dritter von links), mit den Landessiegern (von links): Gleb Ryabtsev, Hanna Menges, Lena Ludwig, Julian Schoendorf, Tabea Sparmann, Niklas Herrigel, Ole Gabsdil, Thierry Heigold und Cedric Recktenwald.
Der Landesbeauftragte des Wettbewerbs, Uwe Peters (Dritter von links), mit den Landessiegern (von links): Gleb Ryabtsev, Hanna Menges, Lena Ludwig, Julian Schoendorf, Tabea Sparmann, Niklas Herrigel, Ole Gabsdil, Thierry Heigold und Cedric Recktenwald. FOTO: Ruppenthal
Lebach. Mit über 300 Schülern, die sich an der diesjährigen Landesrunde beteiligten, feiert die Mathematik-Olympiade in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord im Saarland. Eine deutlich höhere Beteiligung erkenne man vor allem bei Fünft- und Sechstklässlern, sagte Uwe Peters, Landesbeauftragter des Wettbewerbs und Schulleiter des Robert-Schuman-Gymnasiums Saarlouis. Der Zuwachs junger Lehrer, die mit großem Engagement und Motivation die Schüler förderten, spiele hierbei eine entscheidende Rolle. Von Antonia Saar

25 Jahre rechnen nun schon die Mathematiktalente des Saarlandes um die Wette. In der Unterstufe fördere der Wettbewerb lediglich das Interesse der Schüler, erklärte Peters. „Doch ab der achten Klasse kann man durchaus von einer Spitzenförderung junger Talente sprechen.“ Die Aufgaben und Themengebiete würden im Unterricht nicht gelehrt und seien viel komplexer als der normale Stoff, sagte Peters.


Der Wettbewerb gliedert sich in eine Hausaufgaben-Runde, eine landesweit einheitliche Klausur (Landesrunde) und eine Bundesrunde. Die 132 Besten der Landesrunde wurden am Freitag am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach geehrt. An dem Wettbewerb hatten sich Schüler von 27 Gymnasien und zwei Gemeinschaftsschulen im Saarland beteiligt.

Der bundesweite Wettbewerb fand erstmals 1961 in der damaligen DDR statt. „Da es sich hierbei ursprünglich um einen DDR-Wettbewerb handelt, spielt der ‚Kaderschmiede-Gedanke‘ eine gewisse Rolle“, so Peters. Spezialförderungen im Fach Mathematik oder auch Sport standen damals sehr im Fokus, um die besten Schüler weiter zu fördern. Nachdem die Bundesrunde 2005 erstmalig in Saarbrücken ausgetragen wurde, sei nun das Ziel, Anfang der 2020er Jahre die Finalrunde erneut im Saarland zu veranstalten.

Da die Zahl der Teilnehmer überschaubar ist, hat dieser Wettbewerb hier einen ganz speziellen Charme. „Das Ganze ist mehr ein Miteinander als ein Wettkampf“, erklärt Uwe Peters. Er und seine Kollegen seien sehr glücklich über die alljährliche Unterstützung des Bildungsministeriums und die Einsatzfreude der Lehrer.