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Masters-Party mit einem Glücks-Ei Der Hallenfuchs ist ein Haase

Saarbrücken. Currywurst, Brezeln und Getränke gab es am Samstagabend umsonst für die Gäste der Saarbrücker Zeitung bei der Gruppen-Auslosung für das Endturnier des 21. Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV) am Sonntag in Völklingen Von SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler

Saarbrücken. Currywurst, Brezeln und Getränke gab es am Samstagabend umsonst für die Gäste der Saarbrücker Zeitung bei der Gruppen-Auslosung für das Endturnier des 21. Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV) am Sonntag in Völklingen. Trotzdem hatte Markus Heinrich, der Spielausschuss-Vorsitzende von Verbandsligist SV Klarenthal, ein hart gekochtes Ei zu der von SZ-Sportredakteur Marcus Kalmes organisierten Sportler-Party mitgebracht. Bei der Fete mit mehr 200 Gästen, bei der DJ Steven vom Radiosender Big FM für Musik sorgte, verließen die letzten in den frühen Morgenstunden das SZ-Forum.War Heinrich etwa das kulinarische Angebot nicht gut? "Das ist unser Glücks-Ei", erklärte er: "Unser Spieler Kenneth Asante hatte ein Ei am letzten Qualifikations-Wochenende in seiner Sporttasche. Ich habe es genommen, und wir sind dann bei den Turnieren von Riegelsberg und Auersmacher ins Finale gekommen."


Durch die beiden Endspiel-Teilnahmen schaffte Klarenthal erstmals die Qualifikation für das Masters-Finale - und deshalb war bei der Auslosung wieder ein Ei dabei. Und wieder brachte das Ei Glück. Klarenthal wurde von Glücksfee Steffi Leinenbach aus Pachten, der Gewinnerin der "Saar.amateur"-Wahl zum erotischen Sportfoto 2012, als erste der acht qualifizierten Mannschaften aus dem Lostopf gezogen.

Nicht ganz so hold war dem Masters-Neuling das Glück beim zweiten Gruppengegner: Rekordsieger SV Auersmacher (vier Titel). Heinrich nahm es gelassen: "Wir haben den SV in der Qualifikation zwei Mal besiegt." Die Chance zur Revanche witterte Auersmachers Dirk Jank: "Da können wir eine Rechnung begleichen." Jank stand für Saarlandligist Auersmacher in der Qualifikation, die der SV als Erster beendete, im Tor. Am Sonntag wird er nicht spielen können. Er zog sich einen Außenbandriss im Fuß zu.

Neben Klarenthal und Auersmacher wurden Saar 05 Saarbrücken und der SV Hasborn (beide Saarlandliga) in Gruppe A gelost. In Gruppe B spielen Titelverteidiger Röchling Völklingen (Oberliga), der FC Wiesbach, der FV Diefflen (beide Saarlandliga) und die FSG Schmelz-Limbach (Verbandsliga). "In dieser starken Gruppe sind wir Außenseiter. Aber beim Masters-Finale gibt es eh keine leichten Gegner", sagte FSG-Spielertrainer Thorsten Schütte. Anders sind die Ambitionen in Völklingen. Mit einem knappen, aber deutlichen "Wir" beantwortete Röchling-Stürmer Sammer Mozain die Frage des Moderatoren-Duos Stefan Regel und Patric Cordier nach dem Favoriten für den Titelgewinn.

Vor der Gruppen-Auslosung hatte Bernhard Bauer ein positives Fazit der Qualifikation gezogen. Der SFV-Vizepräsident bestätigte zudem, dass der Verband mit einem Interessenten verhandelt, der das Masters-Endturnier 2014 in der Saarbrücker Saarlandhalle ausrichten will. Bisher findet es abwechselnd in Völklingen und Homburg-Erbach statt. Saarbrücken. Chris Haase vom Saarlandligisten FV Diefflen war in dieser Hallenrunde der überragende Spieler. Bei sieben Turnier-Teilnahmen mit seiner Elf wurde er sechs Mal Torschützenkönig. "Insgesamt dürfte ich knapp über 100 Tore gemacht haben", sagte der Stürmer. Zudem wurde er bei fünf Turnieren zum besten Spieler gewählt. Eine Jury aus den Trainern der Masters-Teilnehmer und von SZ-Sportjournalisten kürte Haase nun zum besten Spieler der Qualifikation - zum Hallenfuchs. Scherzhaft benannten seine jubelnden Mitspieler den Titel des Hallenfuchses in "Hallenhaase" um.



"Meine Mitspieler haben zwar oft gesagt, dass ich Hallenfuchs werden kann, aber ich hatte bis zuletzt ein ungutes Gefühl und habe nicht so recht dran geglaubt. Umso glücklicher bin ich, dass es funktioniert hat", sagte Haase. Er setzte sich vor Xhavit Kadrija von Verbandsligist SV Klarenthal und Sammer Mozain von Oberligist Röchling Völklingen durch. Als Preis erhielt er bei der Masters-Auslosung im SZ-Forum von Adidas den "Goldenen Schuh", mit dem normalerweise der beste Torschütze einer Weltmeisterschaft ausgezeichnet wird, sowie auf Einladung des Sportartikel-Herstellers eine Reise für zwei Personen zum DFB-Pokalfinale nach Berlin. "Ich war noch nie beim Pokalfinale", freute sich Haase. "Ich hoffe nur, dass das Endspiel nicht Offenbach gegen Bochum wird", sagte er lachend.

Christian Reiter vom Saarlandligisten SV Hasborn wurde zum zweiten Mal in Folge zum besten Torwart gewählt. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich den Titel verteidigen kann", sagte er. Zum zweiten Mal nach 2012 erhielt er bei der Masters-Auslosung aus den Händen von Adidas-Vertriebsleiter Aron Zimmer den "Goldenen Handschuh", der sonst nur an den besten WM-Torwart verliehen wird. Zudem darf sich der 25-Jährige auch über eine Reise zum DFB-Pokalfinale freuen.

Reiter hatte sich bei der Wahl vor dem Völklinger Sebastian Buhl sowie Luca Reiter vom Saarlandligisten Saar 05 Saarbrücken Jugend und Dirk Jank vom Saarlandligisten SV Auersmacher durchgesetzt.

Sternstunden hatte Christian Reiter vor allem bei den Turnieren des VfB Theley und des FC Wadrill gehabt. In Theley sicherte er seiner Elf mit sensationellen Paraden den 3:2-Erfolg im Finale gegen Oberligist FK Pirmasens. In Wadrill wurde er im Endspiel gegen die FSG Schmelz-Limbach mit zwei gehaltenen Siebenmetern zum Sieggaranten. sem