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Mallorca-Party im E-Werk
Mallorca-Party-Veranstalter erntet Kritik

Einige Gäste mussten die Party im E-Werk ohne Jacken oder Mäntel verlassen.
Einige Gäste mussten die Party im E-Werk ohne Jacken oder Mäntel verlassen. FOTO: Brandon-Lee Posse
Saarbrücken. Nach dem Garderoben-Chaos im E-Werk berichten Besucher über „schlechte Organisation“. Von Stephanie Schwarz

„Dilettantische Planung“ und „Stümperei“, so bezeichnen einige Besucher der Mallorca-Party in den sozialen Netzwerken die Organisation der Eventagentur Eventful Deutschland UG und das entstandene Garderoben-Chaos am Samstagabend im Saarbrücker E-Werk. Zwei Tage nach der abgebrochenen Mallorca-Party hagelt es  im Internet Kritik am Veranstalter. Hunderte machen ihrem Unmut auf Facebook Luft und kritisieren nicht nur die mangelhafte Organisation an der Garderobe, sondern auch die geringe Zahl an Toiletten für über 2500 Gäste, das Fehlen von Klopapier und das angeblich aggressive Verhalten der Security. Zudem betiteln es viele als „unverantwortlich“, die Party-Gäste bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt ohne Jacke und teilweise ohne Auto- und Haustürschlüssel, die in den Jacken steckten, heimzuschicken.



Der Tumult begann, als die ersten Party-Gäste gegen 21 Uhr die Veranstaltung verlassen wollten. Zu diesem Zeitpunkt fiel auf, dass die Jacken zu den jeweiligen Garderoben-Nummern nicht die richtigen waren. Etwa 200 waren falschen Nummern zugeordnet worden, teilte Eventful am Sonntag mit. Viele Kleidungsstücke blieben daraufhin unauffindbar. Weiter hieß es in der Online-Mitteilung des Veranstalters: „Bis zu diesem Zeitpunkt hätten wir dieses Problem, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung, selbstverständlich in den Griff bekommen.“ Doch drei Besucher hätten den Garderobenbereich gestürmt und das Chaos ausgelöst, hieß es weiter. 

Die Aussage des Veranstalters, bis zu einem gewissen Zeitpunkt Herr der Lage gewesen zu sein, wird im Internet von vielen kritisiert. Dennis L. (Name ist der Zeitung bekannt) bezeichnet sie sogar als falsch. Er war ebenfalls auf der Suche nach seiner Jacke und beschreibt auf Facebook ausführlich, wie chaotisch und plan­los die Garderobenrückgabe abgelaufen sei. Immer öfter habe das Personal den Gästen gesagt, dass ihre Jacken unauffindbar seien, der Unmut sei gestiegen, aber kein Gast sei aggressiv geworden, sagt er gegenüber der SZ. Das Personal sei daraufhin verschwunden, und einige Frauen wären in den Garderobenbereich gegangen, um sich auf die Suche nach ihren Jacken zu machen. „Von Stürmen kann hier keine Rede sein. Die Gäste waren zu keiner Zeit aggressiv“, sagt Dennis L. Nach einer Weile habe er sich dann ebenfalls selbst auf die Suche nach seinen Sachen gemacht. Statt, wie auf seiner Marke notiert im Gang Nummer 595, fand er sie nach langem Suchen in einem ganz anderen Gang.

Am Sonntag öffnete dann der Party-Veranstalter zwischen zehn und 18 Uhr erneut das E-Werk, um die übriggebliebenen Jacken und Mäntel an die Besucher zu verteilen. Auch die Jackenausgabe nach dem Garderoben-Chaos am Vortag erntet in den sozialen Netzwerken heftige Kritik. Denn die Jacken-Besitzer mussten sich weder durch den ausgehändigten Garderoben-Chip legitimieren noch irgendwie beweisen, dass die Jacke wirklich ihnen gehört.

Der Veranstalter hat sich trotz mehrfacher Anfragen weiterhin nicht zu den Ereignissen am Wochenende geäußert. Einige Party-Gäste haben bereits online angekündigt, den Veranstalter zukünftig zu meiden.