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Mal wieder die Qual der Wahl

Saarlouis/Merzig. An diesem Samstag steigt in der Handball-Regionalliga das große Saison-Finale. Während die HG Saarlouis nach dem Heimspiel gegen den TV Groß-Umstadt mit ihren Fans in und vor der Stadtgartenhalle den bereits feststehenden Aufstieg in die 2 Von SZ-Mitarbeiter Roland Schmidt

Saarlouis/Merzig. An diesem Samstag steigt in der Handball-Regionalliga das große Saison-Finale. Während die HG Saarlouis nach dem Heimspiel gegen den TV Groß-Umstadt mit ihren Fans in und vor der Stadtgartenhalle den bereits feststehenden Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern will, möchte Liga-Neuling HF Untere Saar 20 Kilometer nördlich seinen Klassenverbleib in der dritthöchsten deutschen Liga mit einem Derby-Sieg gegen die VTZ Saarpfalz krönen. Da lacht das Herz jedes handballhungrigen Saarländers. Aber nur kurz. Wirft man einen genaueren Blick auf die Anwurfzeiten, dann würde man am liebsten losheulen. Beide Heimspiele finden um 19.30 Uhr statt. Absolut zeitgleich, wie fast immer in dieser Saison. Ein Problem, das beide Mannschaften viele Zuschauer gekostet haben dürfte und das sich in der Stimmung in der Halle und in der Kasse der Schatzmeister widerspiegelt. "Leidtragende waren in erster Linie wir", meint Mathias Winters. Der HF-Beauftragte des HSV Merzig/Hilbringen (bildet mit der SG Brotdorf/Mettlach die Männer-Spielgemeinschaft HF Untere Saar ) bedauert die unglückliche Termin-Überschneidung und erklärt, wie es dazu kommen konnte. Zunächst werden Platz-Ziffern vergeben, anhand derer vor der Saison im Rahmenspielplan die Regionalliga-Paarungen festgelegt werden. Die geraden Nummern starten beispielsweise mit einem Heimspiel, die ungeraden Nummern auswärts. Als langjähriges Regionalliga-Mitglied hatte Saarlouis eine feste Ziffer. Um sich aus dem Weg zu gehen, hätten sich die Handballfreunde also nur um eine entsprechend gerade oder ungerade Ziffer bemühen müssen. Rechtzeitig, und genau da lag das Problem. Merzig machte seinen Aufstieg erst am letzten Spieltag perfekt. Da waren die Planungen des Südwestdeutschen Handballverbandes längst gelaufen. "Ärgerlich, aber leider nicht mehr zu ändern", sagt Winters. Wir hoffen, dass es gelingtDiesmal, so verspricht der HF-Funktionär, wolle man mit Saarlouis im Vorfeld enger zusammenarbeiten, um sich bei Heimspielen in der nächsten Saison aus dem Weg zu gehen. Aus Vereins-Interesse, aber auch im Sinne der nicht gerade mit großen Handball-Events gesegneten Fans. "Wir werden uns natürlich nach dem Zweitliga-Aufsteiger richten. Wir hoffen, dass es gelingt", kündigt Winters an. Richard Jungmann von der HG Saarlouis erwartet in der kommenden Woche Post vom Deutschen Handball-Verband (DHB). "Den Terminplan werde ich dann Mathias sofort zukommen lassen", verspricht der Vorsitzende des SC Lisdorf (Trägerverein der HGS). Am kommenden Samstag müssen die Handball-Fans aber noch einmal in den sauren Apfel beißen.