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Maas setzt sich für Langzeitarbeitslose ein

Saarbrücken. Die Kürzungen bei der Förderung von Langzeitarbeitslosen bundesweit hat der saarländische Wirtschafts- und Arbeitsminister Heiko Maas am Dienstagabend kritisiert. "Die Kürzung ist deutlich höher als der Rückgang der Arbeitslosigkeit", sagte er während des Neujahrsempfangs der SPD-Fraktion in der Regionalversammlung. Das treffe auch den Regionalverband hart

Saarbrücken. Die Kürzungen bei der Förderung von Langzeitarbeitslosen bundesweit hat der saarländische Wirtschafts- und Arbeitsminister Heiko Maas am Dienstagabend kritisiert. "Die Kürzung ist deutlich höher als der Rückgang der Arbeitslosigkeit", sagte er während des Neujahrsempfangs der SPD-Fraktion in der Regionalversammlung. Das treffe auch den Regionalverband hart. Nach dessen Angaben soll das Geld zur Integration von Hartz-IV-Empfängern in den Arbeitsmarkt beim Jobcenter um rund drei Millionen Euro sinken. Maas: "Wir brauchen einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt."Deshalb werde die Landesregierung bis 2017 rund 15 Millionen Euro für die Förderung von Langzeitarbeitslosen im Rahmen des Programms "A-Saar" ausgeben.


Maas betonte, angesichts des Fachkräftemangels müsse das Saarland um jeden Jugendlichen kämpfen, die Schulabbrecherquote senken und noch familienfreundlicher werden, damit mehr Frauen arbeiten können.

Auch Volker Schmidt, Fraktionschef in der Regionalversammlung, kritisierte die Kürzung bei den Langzeitarbeitslosen. Er lobte die "Zusammenarbeit auf Zeit" mit der CDU, denn die Probleme im Regionalverband seien nur gemeinsam zu lösen. Schmidt kündigte an, dass alle Jugendhilfe- und Sozialprojekte auf den Prüfstand kommen, ob sie noch effektiv sind. "Wenn wir feststellen, ein Projekt hat sich überlebt, werden wir Konsequenzen ziehen." Wer geglaubt hatte, Schmidt würde wegen der neuen Diskussion über den Regionalverband (die SZ berichtete) zum Schlag gegen Oberbürgermeisterin Charlotte Britz ausholen, die Saarbrücken stärken will, sah sich getäuscht.

Schmidt gab sich gesprächsbereit: "Wir werden uns keiner Diskussion verschließen." Wenn die drei Köllertal-Kommunen wirklich fusionieren sollten, wie ein neues Gutachten vorschlägt, bestehe er aber auf einem eigenen Autokennzeichen, witzelte Volker Schmidt. sm