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Kommentar
Der späte und schwere Rücktritt

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Nicht der Rückzug aus der Politik, vielmehr der Termin, zu dem Klaus Meiser, einst erfolgreicher CDU-Landespolitiker und Sportsmann, im Landtag das Handtuch wirft, ist überraschend. Von Michael Jungmann
Michael Jungmann

Konsequent wäre die Niederlegung des Mandates im Februar mit dem Rücktritt als Landtagspräsident gewesen. Als Beobachter blieb er auf der Hinterbank sitzen. Eine Entscheidung, die man nicht teilen muss, aber akzeptieren kann. Drei Wochen vor Weihnachten wirft der frühere CDU-Vormann, der es vom Ortsvorsteher zum ersten Mann im Land geschafft hat, alles hin. Über die Gründe darf man spekulieren: Der öffentliche Druck und die CDU-interne Kritik zwangen das Urgestein aus Quierschied in die Knie. Meiser wirkt resigniert, wurde von vielen so genannten Freunden allein gelassen.


Zweifelsfrei hat Meiser große Verdienste um Land und Leute. Er hat aber auch  schwere Fehler gemacht. Jetzt ist er in eigener Sache als Krisenmanager gefordert, muss sich  einer Serie von Anklagen rund um sein einstiges Ehrenamt beim LSVS  stellen.