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Lob für Arbeit der Ausbildungs- und Beschäftigungs-Gesellschaft

Riegelsberg. In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Riegelsberger Gemeinderat mit dem Bericht zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft Riegelsberg/Heusweiler (ABG)

Riegelsberg. In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Riegelsberger Gemeinderat mit dem Bericht zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft Riegelsberg/Heusweiler (ABG). Rat und Verwaltung sparten nicht mit Lob für die Arbeit der gemeinnützigen Gesellschaft: "Die ABG wurde im Jahr 2000 gegründet und ist eine Erfolgsgeschichte für Riegelsberg und Heusweiler", sagte Bürgermeister Klaus Häusle. Hervorzuheben sei eine über alle Schulen ausgebaute Kinderbetreuung: "Täglich gehen 240 Kinder durch die Hände qualifizierter Erzieherinnen. Wir haben ein flächendeckendes Angebot. Besonders erwähnenswert dabei ist, dass die ABG auch während der Ferien eine Betreuung anbietet", ergänzte Häusle.Auch die Gebrauchtwarenbörse "Guddes" sei ein Erfolgsmodell. "Sie läuft seit 2008 sehr gut", meinte der Bürgermeister. Und die Bürgerarbeit der ABG auf Friedhöfen, Kompostieranlage und Wertstoffhof spare "den beiden Kommunen sehr viel Geld".


In den Jahren 2006 und 2007 habe die ABG noch rote Zahlen geschrieben, doch von 2008 bis 2010 schrieb sie Gewinne. "Und 2011 steht auch eine schwarze Null. Die Subventionen der Gemeinden Riegelsberg und Heusweiler in Höhe von 25 000 Euro, beziehungsweise jetzt 20 000 Euro pro Jahr, sind gut angelegt."

Dass die ABG eine Erfolgsgeschichte sei, habe mit der Geschäftsführerin Kerstin Halladin zu tun, betonte der Bürgermeister und formulierte salopp: "Sie hat den Kasten mit 65 Beschäftigen im Griff." Ingbert Horn (SPD) lobte, bei der ABG sei jeder Euro "gut angelegt. Dass die ABG sich auch Neuem zuwendet, zeigt ihr Instrument der Bürgerarbeit." Volker Christmann (CDU) hob die "qualifizierte Arbeit" hervor, die in der Nachmittagsbetreuung geleistet werde, "um die man uns beneidet". Hartmut Huber (FDP) nannte die ABG eine "äußerst gelungene und segensreiche Einrichtung". Lob gab es auch von Gerhard Heckmann (Die Linke).



Stephan Lehberger (Grüne) hatte jedoch eine kritische Anmerkung: "Es gibt einen Wermutstropfen: Die ABG wurde gegründet als zweiter Arbeitsmarkt für schlecht vermittelbare Arbeitslose. Das Kerngeschäft ist die berufliche Weiterqualifizierung, die Umschulung und soziale Betreuung von Arbeitslosen und Jugendlichen. Der Bereich Nachmittagsbetreuung ist aber eine Berufsgruppe, die nicht darunter fällt, dass sie auf dem Arbeitsmarkt keine Beschäftigung mehr findet. Deshalb sollte sich die ABG mehr auf den zweiten Arbeitsmarkt konzentrieren." dg