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Linke dreht Spieß herum: "Müller ist ein Lügner"

Saarbrücken. Im Streit mit der CDU hat die Linke den Spieß umgedreht und wirft nun Ministerpräsident Peter Müller (CDU) vor, beim Thema Niedriglohnsektor zu lügen. Hintergrund ist ein Streit zwischen Müller und Linken-Parteichef Oskar Lafontaine

Saarbrücken. Im Streit mit der CDU hat die Linke den Spieß umgedreht und wirft nun Ministerpräsident Peter Müller (CDU) vor, beim Thema Niedriglohnsektor zu lügen. Hintergrund ist ein Streit zwischen Müller und Linken-Parteichef Oskar Lafontaine. Lafontaine hatte Müller vorgeworfen, einen Niedriglohnsektor im Saarland geschaffen zu haben, Müller stritt dies ab und nannte Lafontaine einen Lügner.Unter der Überschrift "Flexibilisierung des Arbeitsmarktes" habe die CDU auf einem Parteitag den Beschluss gefasst, "einen Niedriglohnsektor von 400 bis 800 Euro zu schaffen", erklärte gestern der Landesvorsitzende der Linken, Rolf Linsler. Dass Müller dies jetzt leugne, sei "unehrenhaft". CDU-Generalsekretär Stephan Toscani hatte tags zuvor erklärt, dass die CDU seinerzeit nur einen niedrigen Einstiegslohn für Leiharbeitnehmer gefordert habe.


SPD-Landeschef Heiko Maas wirft Müller indessen vor, wieder in die alte Wahlkampfstrategie zurückzufallen und sich statt auf die SPD nun doch wieder auf die Linke zu konzentrieren. Müller hatte zuvor erklärt, er habe Lafontaine politisch überschätzt. Dazu erklärte nun Maas: Wer seine Strategie keine 24 Stunden durchhalte, könne das Land "nicht aus der Krise führen". kmr