| 20:28 Uhr

Licht aus! Spot an!

Dudweiler. Wie war es doch so schön - das Ende der 60er Jahre. Es war die bunte Zeit des 20. Jahrhunderts. In diese Zeit des Hippie-Feelings und der guten alten Disco-Klassiker entführten am Samstag die Akteure der Großen Karnevalsgesellschaft Grüne Nelke aus Dudweiler ihr Publikum. Der Gesellschaft wandelte sich damals, wurde freier, bisherige Tabus wurden gebrochen

Dudweiler. Wie war es doch so schön - das Ende der 60er Jahre. Es war die bunte Zeit des 20. Jahrhunderts. In diese Zeit des Hippie-Feelings und der guten alten Disco-Klassiker entführten am Samstag die Akteure der Großen Karnevalsgesellschaft Grüne Nelke aus Dudweiler ihr Publikum.Der Gesellschaft wandelte sich damals, wurde freier, bisherige Tabus wurden gebrochen. Die Musik spielte dabei eine große Rolle. Alle wollten Frieden und Gerechtigkeit, einfach nur Spaß haben. In Anlehnung an diese Zeit lautete das Motto der Grünen Nelke: "Love, Peace und Alleh Hopp". Eine tolle Mischung, wie sich im Verlaufe des Abends herausstellte. Da stimmte einfach alles: Vom Bühnenbild und der Dekoration im Saal, über die Beiträge bis zum munteren Publikum. Das war Lebensfreude pur.



Mit einer Parade der schönsten Hits begann das mehr als fünfstündige Spektakel im Bürgerhaus. Zuvor gab es noch vom Band einen Ausschnitt der wichtigsten Nachrichten der Hippiezeit von Christian Job. Dann stimmten die Nelkensingers, als bunte Hippies verkleidet, altbekannte und lieb gewordenen Melodien an. Achim Schmidt moderierte das musikalische Entree und führte anschließend durch den Abend.

Licht aus! Spot an! Einmarsch aller Akteure! Vor den Augen des staunenden Publikums jagte ein Höhepunkt den nächsten. Dass ein vorgesehener Weltuntergang zu Albträumen führen kann, stellte Stefan Oberhausen humoristisch dar. Es war sein 11. Auftritt in der Nelkenbütt und gleichzeitig sein letzter. Schade, dass er als Büttenredner aufhört. Eine gelungene Premiere gab Karin Gier von den Glasspatze aus Wadgassen als Bierkönigin. "Unn do druff drinke mir, e gudder Schluck vom Kloschderbier". Nelken-Büttenass Arno Mager mimte einen Rocker. Einen großen Auftritt lieferte auch wieder Dagmar Montada als "Meirsch Elfriede" ab. Nelkentill Achim Schmidt nahm die große und kleine Politik aufs Korn und teilte mit Blick auf die Diskussion um den Sonderstatus auch in Richtung Saarbrücken aus. Er forderte: "Gebt uns zu unserm Glück unser ganzes Dorf zurück." Als "running Gag" waren Frau Brech und Frau Reitz (Sarah Britz und Katrin Spengler) ganz in ihrem Element. Als Tausendsassa erwies sich Jason Degen. Der Mann mit dem Piano nahm die I- und Smartphone Generation auf die Schippe. Alle tänzerischen Einlagen waren eine Augenweide. Ob die Federnelken, die Funkengarde mit ihrem Mariechen Johanna Degen, die Große Grade beim Marsch oder dem Schautanz sowie die Tanzmariechen Nina Bommer und Tina Erdmenger - sie alle wirbelten in närrischer Höchstform über die Bühne. Die Nelkenfunken entführten bei ihrem Schautanz als Bee Gees die Gäste nach San Francisco. Die Große Garde ließ für ein paar Minuten die gute alte Discozeit wieder aufleben. Mit ihrem Rock-Pop Potpourri sorgte die Band "Kris, Davy, Man-U & Toni" für Begeisterungsstürme im großen Rund. Und ohne Zugabe ließ das närrische Publikum die Kultband der Grünen Nelke, "Die Latzegallis" nicht von der Bühne. Nicht verwunderlich, dass die Sitzung 45 Minuten länger dauert als geplant. Doch das störte niemanden. ll

Auf einen Blick

Die Akteure der Sitzung: Elferratschef Achim Schmidt. Büttenredner: Arno Mager, Katrin Spengler und Sarah Britz, Stefan Oberhausen, Dagmar Montada, Karin Gier, Jonas Degen sowie Achim Schmidt. Tänze: Nelkenfunken mit Mariechen Johanna Degen, Federnelken, Tanzgarde mit Garde- und Schautanz, die Tanzmariechen Nina Bommer und Tina Erdmenger. Gesang: Gruppe Kris, Davy, Man-U & Tobi, Latzegallis und Nelkensingers. Musik: Top Sound. Ton- und Lichttechnik sowie Dekoration: Gerd Wagner, Axel Klippel, Christine Montag, Michaela Porteset, Silke Pirrot, Fabian Meyer, Christian Weirich und Elferrat. ll