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Leser-Reporter ärgert sich über geringe Auswahl bei Angebot

Dudweiler. Manfred Bieler ärgert sich über einen Dudweiler Discounter-Markt. Der Grund: Bereits um 8 Uhr morgens stand er als einer der Ersten im Laden, doch von dem zuvor vom Discounter beworbenen Produkt, einem Schlafanzug, war kaum etwas zu sehen

Dudweiler. Manfred Bieler ärgert sich über einen Dudweiler Discounter-Markt. Der Grund: Bereits um 8 Uhr morgens stand er als einer der Ersten im Laden, doch von dem zuvor vom Discounter beworbenen Produkt, einem Schlafanzug, war kaum etwas zu sehen."Gerade einmal zwei Artikel waren da, von einer Farb- oder Größenauswahl kann nicht die Rede sein", sagt Bieler der Saarbrücker Zeitung verärgert dazu.



"Lockvogelangebote"

Désirée Fuchs, Juristin bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes, bezeichnet solche Offerten als Lockvogelangebote. Das heißt ihrer Aussage nach, Kunden werden durch günstige Angebote ins Geschäft gelockt, von den beworbenen Artikeln ist jedoch kaum etwas vorhanden. Trotzdem würden dann viele der angelockten Kunden Geld im Laden lassen. Zwar habe der Kunde keinen zivilrechtlichen Anspruch auf die Ware, jedoch sei ein solches Verhalten von einem Geschäft gegenüber der Konkurrenz wettbewerbswidrig und vom Bundesverband der Verbraucherzentrale "abmahnbar". Fuchs wörtlich: "In der Regel muss ein Verkäufer die angebotene Ware zwei Tage vorhalten. Zwar ist dies im Falle eines außergewöhnlichen Kundenansturms nicht verpflichtend, doch bei alltäglichen Artikeln muss der Vorrat reichen. Sonst kann man ein Lockvogelangebot unterstellen."

Und einen unjuristischen Tipp gibt sie noch zum Schluss: "Lassen Sie sich nicht abwimmeln. Weisen sie auf die Wettbewerbswidrigkeit hin und kaufen Sie keine anderen Waren in dem Geschäft als Ersatz." dla

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