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Lernen mit Herz und Verstand

Erbach. Zu Beginn des Jahres müssen Eltern von Viertklässlern entscheiden, welche weiterführende Schule ihr Kind nach den Sommerferien besuchen soll. Beim Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsschule Homburg II in Erbach informierten sich Eltern und Grundschüler über die vielfältigen Angebote der seit diesem Schuljahr existierenden neuen Schulform Gemeinschaftsschule (wir berichteten) Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Erbach. Zu Beginn des Jahres müssen Eltern von Viertklässlern entscheiden, welche weiterführende Schule ihr Kind nach den Sommerferien besuchen soll. Beim Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsschule Homburg II in Erbach informierten sich Eltern und Grundschüler über die vielfältigen Angebote der seit diesem Schuljahr existierenden neuen Schulform Gemeinschaftsschule (wir berichteten).Schulleitung, Lehrer und Schüler gaben ihnen vier Stunden lang einen ganz praktischen Anschauungsunterricht. Schulleiter Karl-Peter Ranker erläuterte den Besuchern in der Cafeteria im Neubau der Ganztagsschule das Schulprofil, die Unterrichtsangebote, die Ziele sowie die Abschlüsse der Schule in Erbach. Interessierte Eltern und Viertklässler konnten darüber hinaus beim Durchgang durch das Schulgebäude über die modern ausgestatteten Fachräume, die neue Schulküche sowie die Einrichtungen der Ganztagsschule kennenlernen.


Mit dem Beginn der Gemeinschaftsschule wolle man den Kindern einen neuen Weg anbieten, verwies Ranker auf das Angebot eines Unterrichts in einer Ganztagsklasse sowie auf die Abschlüsse. So werden im mittleren Bildungsbereich ab Klasse neun sogenannte Abiturkurse eingerichtet, um die Weiterarbeit in der gymnasialen Oberstufe an der eigenen Schule vorzubereiten. Wichtig sei, dass für Schüler das Abitur an der Gemeinschaftsschule möglich sei, ohne dass sie die Schule wechseln müssen, fügte der Schuleiter hinzu. "Das wird auch von den Eltern positiv gesehen", verwies er auf die fruchtbaren Gespräche mit den Eltern am Tag der offenen Tür. Darüber hinaus werde im Hauptschulbereich in Klasse neun ebenfalls Förderunterricht angeboten, um einen qualifizierten Abschluss zu erreichen.

Schüler hätten an der Gemeinschaftsschule alle Möglichkeiten, sich zu entwickeln, nannte Ranker die Vorteile der neuen Schulform. "Lernen mit Herz, Hand und Verstand" laute das Motto an der derzeit 330 Schülerinnen und Schüler in 17 Klassen und 27 Lehrerinnen und Lehrer zählenden Gemeinschaftsschule Homburg II. Ziel der Einrichtung sei es unter anderem, die Gemeinschaftsschule aufzubauen, die Ganztagsklassen fortzuführen sowie die Berufswahlorientierung zu vertiefen, so Karl-Peter Ranker.



Im Rahmen des Tages der offenen Tür stellte die Gemeinschaftsschule auch das neue "Fitness-Studio für Schüler" vor. Durch die Unterstützung des Fördervereins und einiger Sponsoren wurde ein Saal mit mehreren Cross-Trainern und Fahrrad-Ergometern ausgestattet. Die offizielle Einweihung soll im Rahmen einer offiziellen Feierstunde in den kommenden Wochen stattfinden, kündigte der stellvertretende Schulleiter Bernd Jähn an.

Anmeldungen zur Gemeinschaftsschule Homburg II in Erbach können vom 20. bis 26. Februar sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon (0 68 41) 97 29 30 erfolgen. Mitzubringen sind das Originalzeugnis der vierten Klasse, der Entwicklungsbericht sowie die Geburtsurkunde.