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Lebach wird Einkaufswelt für Ältere

Lebach. Die Theelstadt soll Modellstadt werden, an der Möglichkeiten und Chancen aufgezeigt werden, wie sich Dienstleister und Handwerksbetriebe mit Blick auf die steigende Zahl älterer Menschen für die Zukunft rüsten. Zum Start des Pilotprojektes, das unter dem Motto steht "Wir leben hier - wir kaufen hier", lud die Stadt rund 500 Lebacher Betriebe am Donnerstag ins Rathaus ein Von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald

Lebach. Die Theelstadt soll Modellstadt werden, an der Möglichkeiten und Chancen aufgezeigt werden, wie sich Dienstleister und Handwerksbetriebe mit Blick auf die steigende Zahl älterer Menschen für die Zukunft rüsten. Zum Start des Pilotprojektes, das unter dem Motto steht "Wir leben hier - wir kaufen hier", lud die Stadt rund 500 Lebacher Betriebe am Donnerstag ins Rathaus ein. Das Angebot angenommen haben etwas mehr als zwei Dutzend Unternehmer.Markt ändert sichHintergrund des Pilotprojektes, das mit dem Umweltministerium und der Handwerkskammer des Saarlandes gemeinsam angeboten wird, ist die demographische Entwicklung. Die Zahl der Bevölkerung wird weniger, gleichzeitig jedoch steigt die Lebenserwartung, das heißt, die Bevölkerung wird älter. Demnach verändert sich auch der Markt. Hier gilt es, neue Ansätze zu finden oder wie Bürgermeister Arno Schmitt bei der Vorstellung sagte: "Wichtig ist, sich auf das neue Kundenpotenzial einzustellen." Otmar Weber vom Umweltministerium rief die Unternehmer auf, sich sensibilisieren zu lassen, die demographische Veränderung wahrzunehmen und sie als Chance zu sehen, denn eines sei klar: "Wir müssen mit der veränderten Gesellschaft leben." Welche Chancen und Möglichkeiten sich dadurch ergeben, zeigte Dorothée Pirrung von "Pirrung Lebensräume", eine Agentur, die inhaltlich und organisatorisch mit zuständig ist für das Projekt. Das Modellprojekt ist überschrieben mit: "Wir leben hier - wir kaufen hier - Lokales Bündnis für Handwerker und Dienstleister Stadt Lebach für modernes, komfortabel und altengerechtes Wohnen in jeder Lebensphase." Durch den demographischen Wandel erschließe sich ein neuer Markt, der sich auf die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Menschen konzentrieren sollte. Ziel ist ein NetzwerkEin Netzwerk und Partnerschaften sollen im ersten Schritt des Projektes aufgebaut werden, kurz gesagt Es soll ein lokales Bündnis entstehen. Dienstleister und Handwerksbetriebe sind nun aufgerufen, sich dem Bündnis anzuschließen. Der Anfang wurde am Donnerstag mit der Vorstellung des Projektes gemacht. Meinung



Chancen besser jetzt ausloten

Von SZ-RedakteurinMichaela Heinze Schade, dass von 500 geladenen Betrieben nur wenige bei der Projekt-Vorstellung vertreten waren. Dass sich alle auf immer mehr ältere Kunden einstellen müssen, ist klar. Je früher sie dies machen, desto besser für die Unternehmer. Da ist die mögliche Scheu vor dem Austausch mit der Konkurrenz wohl ein falscher Gedanke: Denn wer die Chance nutzt, sein Angebot mit anderen abzustimmen, schafft den optimalen Markt für die Kunden - und für sein Unternehmen.