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Landstraße in der Warteschleife

Asphaltflicken und löchrige Straßenränder auf der L 352 bei Bedersdorf. Foto: Johannes A. Bodwing
Asphaltflicken und löchrige Straßenränder auf der L 352 bei Bedersdorf. Foto: Johannes A. Bodwing FOTO: Johannes A. Bodwing
Bedersdorf. Dahinzugleiten wie auf glatten Schienen ist der Traum vieler Autofahrer. Auf der L 352 zwischen Gisingen und Ittersdorf bleibt es vorerst weiterhin beim Träumen und bei holprigen Fahrten über Asphaltflicken. Von SZ-MitarbeiterJohannes A. Bodwing

Ein Flickenteppich ist die L 352 zwischen Gisingen und Ittersdorf. Auf den fast fünf Kilometern reihen sich mit Asphalt aufgefüllte Löcher und Risse aneinander. Teilweise ist die ursprüngliche Straßendecke durch jahrelange Reparaturen nicht mehr erkennbar. Trotzdem sieht es zumindest auf den ersten Blick deutlich besser aus als in früheren Zeiten.

2011 berichteten wir von einem "teilweise erbärmlichem Zustand", "Risse, Flickstellen und tiefe Löcher säumen den Weg". Damals ging es um die Frage einer kompletten Sanierung. Doch die erfolgte erst einmal nur für die L 355 von Wallerfangen bis Ihn. Im November 2011 war diese rund 5,5 Kilometer lange Strecke offiziell wieder freigegeben worden. Eine Komplettsanierung für die L 352 stehe derzeit nicht auf der Prioritätenliste, teilte Klaus Kosok, Pressesprecher des Landesbetriebes für Straßenbau, LfS, auf Anfrage mit. Diese Straße sei eine Landstraße zweiter Ordnung, auf der man rund 1700 Fahrzeuge pro Tag gezählt habe. Der landesweite Durchschnitt für solche Straßen liege bei dreieinhalb Tausend. Damit gebe es für andere Strecken im Saarland mehr Handlungsbedarf.

"Wir erhalten die Betriebssicherheit", sagte Klaus Kosok weiter. Dafür sei ein so genannter Patcher regelmäßig unterwegs. Dieses Fahrzeug füllt Schlaglöcher mit einer heißen Bitumenmasse aus. Die Haltbarkeit dieser Flicken liegt je nach Witterung und Verkehr bei ein bis zwei Jahren. Für Bedersdorfs Ortsvorsteher Alois Tasch ist das keine wirklich befriedigende Lösung. Das sehe zwar passabel aus, teilte er der Saarbrücker Zeitung mit, aber "wo geflickt wird, führt das langsam zu Überhöhungen in der Straßendecke." Und an etlichen Stellen sacke der Straßenrand ab. Er habe vor mehreren Wochen mit verantwortlichen Stellen gesprochen, sagte Tasch. Darunter der Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Jürgen Barke. Demnach gebe es Aussichten, dass die L 352 im Jahr 2014 vollständig saniert werden könnte. Allerdings ohne die Ortsdurchfahrten, die sich in gutem Zustand befänden. Die Kosten der Sanierung würden auf etwa 300 000 Euro geschätzt.