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Detektivaffäre in Homburg
Landgericht eröffnet Verfahren gegen Homburgs OB Schneidewind

Homburg. Das Untreueverfahren gegen den Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) im Zusammenhang mit der sogenannten Detektivaffäre wird eröffnet. Das bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts in Saarbrücken gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Anklage gegen den Homburger Verwaltungschef wurde zugelassen. Zusätzlich werde vor den Gerichtsterminen zuvor noch ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, ob die an eine Düsseldorfer Detektei gezahlten Honorare marktüblich oder überzogen gewesen sind. Damit sollen Frankfurter Wirtschaftsprüfer beauftragt werden. Bis zum 26. April können Staatsanwaltschaft sowie Verteidigung des Oberbürgermeisters Stellung zur geplanten Beauftragung des Gutachters beziehen. Verhandlungstermine werde es wohl erst nach Abschluss des Gutachtens geben, hieß es gestern weiter. Von Peter Neuheisel

Das Untreueverfahren gegen den Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) im Zusammenhang mit der sogenannten Detektivaffäre wird eröffnet. Das bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts in Saarbrücken gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Anklage gegen den Homburger Verwaltungschef wurde zugelassen. Zusätzlich werde vor den Gerichtsterminen zuvor noch ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, ob die an eine Düsseldorfer Detektei gezahlten Honorare marktüblich oder überzogen gewesen sind. Damit sollen Frankfurter Wirtschaftsprüfer beauftragt werden. Bis zum 26. April können Staatsanwaltschaft sowie Verteidigung des Oberbürgermeisters Stellung zur geplanten Beauftragung des Gutachters beziehen. Verhandlungstermine werde es wohl erst nach Abschluss des Gutachtens geben, hieß es gestern weiter.


Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte im Februar Anklage gegen Schneidewind wegen der Bespitzelungsaktion rund um den städtischen Baubetriebshof erhoben. Sie wirft dem OB Untreue im Amt vor, weil er die Düsseldorfer Detektei beauftragt hatte, ohne zuvor die maßgeblichen Gremien der Stadt, etwa den Stadtrat, informiert zu haben. Der Stadt sind durch den Detektiveinsatz Kosten von rund 330 000 Euro entstanden, mehr als 200 000 Euro wurden bislang überwiesen, über den Rest streitet die Stadt derzeit mit der Düsseldorfer Detektei vor Gericht.