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Landfrauen feierten mit gekrönten Häuptern

Auersmacher. Dieser Abend ist eine Absage an die Hektik. Wer in den Ruppertshofsaal kommt, lässt zur besten Sendezeit die TV-Kiste aus und vertraut auf überraschende Unterhaltung aus heimischen Gefilden. Das fängt schon mit dem Einstieg in den Programm-Marathon an Von SZ-Redakteur Frank Kohler

Auersmacher. Dieser Abend ist eine Absage an die Hektik. Wer in den Ruppertshofsaal kommt, lässt zur besten Sendezeit die TV-Kiste aus und vertraut auf überraschende Unterhaltung aus heimischen Gefilden. Das fängt schon mit dem Einstieg in den Programm-Marathon an. Denn Weihnachten und Jahreswende werden schon im Erinnerungsrückspiegel kleiner, wenn die Auersmacher Landfrauen Mitte Januar gekrönte Häupter erwarten. Beim Dreikönigstreffen im Ruppertshof ist tatsächlich noch mal Weihnachten mit allem Drum und Dran: mit Geschichten vom Stress himmlischer Geschenkebringer, mit Liedern zum Fest, mit bunt gewandeten Majestäten. Die Heiligen Drei Könige, diesmal allesamt verkörpert von jungen Damen, tragen auf der Bühne ihre Segenswünsche vor. Eine weitere Majestät, Erntekönigin Carolin, steht für die bäuerlichen Traditionen Auersmachers und eine Jugend, der diese Traditionen noch etwas bedeuten. Ähnlich wie den Landfrauen, die es 2013 seit einem halben Jahrhundert in Auersmacher gibt. "Wir haben 150 Mitglieder", sagt die Vorsitzende Christel Weidmann. Dabei ist ihr Stolz, an der Spitze eines der größten Vereine in der Biosphärenregion zu stehen, unübersehbar. Er arbeitet gegen Wegwerfmentalität und Haltbarkeitsdaten-Hörigkeit, steht für gesundes Kochen, lehrt Computern, das Spaß macht, vermittelt medizinisches Wissen auf der Höhe der Zeit. Und macht Spaß. Gerade bei den Dreikönigsabenden. Etwa mit dem Sketsch-Duo Lydia Nickles und Monika Thiry. Oder dem Brückenchor des MGV Auersmacher. Der kann mit Bee-Gees-Hits ("Too much Heaven") ebenso gut umgehen wie mit den Weihnachts-Klassikern ("Adeste fideles").Als Hingucker beliebt, bewährte sich einmal mehr das Ballett der Landfrauen, choreografiert von Andrea Resch und betreut von Waltraud Friedrich. Einziger Show-Profi war Bauchredner Mister Hart, der seinen Figuren bisweilen deftige Pointen in den Mund legte - und Ortsvorsteher Thomas Unold kurzerhand zur ferngesteuerten Plapperpuppe umbaute. Ein Grund mehr, sich köstlich zu amüsieren.


Am Freitag, 1. Februar, 19.30 Uhr, referiert Dr. Franz Weidmann im Pfarrheim über das Burnout-Syndrom. Weitere Vereinsinfos bei Christel Weidmann, Tel. (01 51) 26 01 30 08.

Foto: heiko lehmann