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Nach Rücktritt dreier Vorstandsmitglieder
Linken-Vorstand hält Rücktrittsgrund für vorgeschoben

(Symbolbild)
(Symbolbild) FOTO: dpa / Hendrik Schmidt
Saarbrücken. Der Landesvorstand der Linken hat sich in der Diskussion um angebliche Manipulationen der Mitgliederdatei zu Wort gemeldet. Er weist den Vorwurf, dass er eine Karteibereinigung verhindert habe, zurück. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Leo Stefan Schmitt, Heinz Bierbaum und Elmar Seiwert hatten damit ihren Rücktritt aus dem Vorstand begründet.


Tatsächliche Unstimmigkeiten zwischen dem Landesvorstand und dem Trio hatte es nach Angaben des Landesvorstands bei ganz anderen Themen gegeben: etwa in der Frage, ob ein Delegiertensystem anstelle der Mitgliedervollversammlungen eingeführt wird oder ein ehemaliger AfD-Funktionär aufgenommen werden soll. Es sei sicher korrekt, dass die Linke vor und in Wahlkämpfen viele Neueintritte verzeichne. Die Auswertung zeige aber auch, dass nur wenige dieser Neumitglieder aufgrund einer schlechten Zahlungsmoral von den Maßnahmen (gemeint ist ein Mahnverfahren als Teil der Karteibereinigung) betroffen waren. „Die nun konstruierte Zusammenführung des Mahnwesens mit Manipulationsvorwürfen ist absurd, da nur diejenigen Mitglieder eine Stimmkarte erhalten oder bei der Berechnung von Delegiertenzahlen berücksichtigt werden, deren Mitgliedsbeiträge ordnungsgemäß bezahlt sind“, so der Landesvorstand. Die Fortsetzung des Anfang 2018 eingeleiteten Mahnverfahrens und eine weitere Karteibereinigung seien wegen Beschwerden und Fehlern im zweiten Quartal nicht möglich gewesen. Sie seien nun aber für Herbst geplant.