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Bundeswehr verweigert Zustimmung
Landesamt prüft Einwände gegen Windpark Ittersdorf

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Oliver Luksic FOTO: dpa / Wolfgang Kumm
Wallerfangen. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (Lua) prüft derzeit den Einwand der Bundeswehr gegen den geplanten Windpark in Ittersdorf. Die Streitkräfte hatten dem Vorhaben ihre Zustimmung verweigert und erklärt, dass bei einem Bau der beiden Windräder der landesweit einzige Absetzplatz der Fallschirmspringer der Luftlandebrigade 1 in Düren nicht mehr nutzbar sei. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Dies hat das Verteidigungsministerium nun in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Oliver Luksic noch einmal bekräftigt. Luksic warnt vor unabsehbaren Folgen für die saarländischen Bundeswehr-Standorte und fordert, die Planungen für den Windpark sofort ersatzlos zu stoppen.


Ein lapidares „Nein“ der Bundeswehr, so erklärt das Umweltministerium, reiche zur Ablehnung eines Antrags auf Genehmigung der beiden Windräder aber nicht aus. Dazu müsse ausführlich und überprüfbar ein Sachgrund beschrieben werden, dem unter Berücksichtigung des Auftrages und der Zuständigkeiten der Bundeswehr eine derart hohe Bedeutung beigemessen werde, dass er dem Vorhaben entgegensteht. Ob dies im konkreten Verfahren der Fall sei, werde aktuell vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz geprüft.

Die Fachbehörden wurden beteiligt. Wann abschließend über die Genehmigung entschieden wird, steht noch nicht fest. Die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Auslegung der Antragsunterlagen haben noch nicht stattgefunden.