| 21:04 Uhr

Saartalk
„Lafontaine wird erst nach seinem Tod groß rauskommen“

Zum Abschluss des Saartalks gilt es für die Gäste, von den beiden Moderatoren vorgegebene Sätze möglichst spontan zu ergänzen. Von Ute Kirch
Ute Kirch

Herbst: Viele Saarländer sind in der Bundespolitik so erfolgreich,
weil . . .?


HOFFMANN . . . sie bodenständig, bescheiden und klug sind.

Klein: Annegret Kramp-Karrenbauer könnte die Nachfolge von Angela Merkel antreten, wenn . . .



LAFONTAINE . . . sie programmatisches Profil gewinnt.

Herbst: Als früher organisierte Kommunistin ist Karl Marx für mich immer noch. . .?

HOFFMANN . . . ein großer Denker, ein Vorbild, ein Philosoph, für den es sich lohnt, zu kämpfen.

Klein: Bundeskanzlerin Angela Merkel sollte von Karl Marx lernen. . .?

LAFONTAINE . . . dass das Sein das Bewusstsein bestimmt. Und wenn man zu lange Kanzlerin ist, wird das zu einer Attitüde.

Herbst: Mit mehr Frauen in Politik und Wirtschaft wäre die Welt. . .?

HOFFMANN . . . ein bisschen weiblicher.

Klein: Der geplante Wechsel des früheren SPD-Chefs Sigmar Gabriel in die Wirtschaft ist. . .?

LAFONTAINE . . . eine ungute Tradition in Deutschland. Man sollte nicht aus Politik in Wirtschaftsbereiche wechseln, mit denen man früher befasst war.

Herbst: An Oskar Lafontaine schätze ich besonders, dass. . .?

HOFFMANN . . . er sehr intelligent ist. Dass er sehr vorausschauend, ja, fast weise, ist. Dass er – ich muss das jetzt mal so sagen – erst nach seinem Tod so richtig verstanden wird und groß rauskommt.

Klein: An Alice Hoffmann schätze ich besonders, dass. . .?

LAFONTAINE . . . sie eine typische Saarländerin ist und dieses Land mit all seinen Facetten
sehr gut repräsentiert als Schauspielerin.