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Keine Aussprache
Lafontaine lehnt Gipfel mit Lutze ab

Oskar Lafontaine hält am Vorwurf der 
manipulierten Mitgliederlisten fest.
Oskar Lafontaine hält am Vorwurf der manipulierten Mitgliederlisten fest. FOTO: dpa / Oliver Dietze
Saarbrücken. Zu einem von mehreren Kommunalpolitikern der Saar-Linken geforderten Friedensgipfel zwischen den Kontrahenten Oskar Lafontaine und Thomas Lutze wird es nicht kommen. Zwar zeigte sich der Bundestagsabgeordnete Lutze bereit („na klar“), allerdings will Lafontaine von einer solchen Aussprache nichts wissen. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

 Über seinen Sprecher Martin Sommer ließ Lafontaine gestern ausrichten, bei dem Streit gehe es „um die Aufstellung von Listen für die Landtags- und Bundestagswahlen auf der Grundlage von manipulierten Mitgliederlisten und fingierten Beiträgen“. Darüber seien in den letzten Jahren viele Gespräche geführt worden. Nach Lafontaines Ansicht kann der Streit nur auf anderem Wege beendet werden: indem der Landesparteitag beschließt, bei der Aufstellung von Listen für Landtags- und Bundestagswahlen anstelle der Mitgliederversammlungen künftig ein Delegiertensystem einzuführen. Dies lehnt Lutze allerdings ab.


Den Vorschlag für ein Gipfeltreffen hatte eine Gruppe um den Fraktionschef im Regionalverband, Jürgen Trenz, unterbreitet. Obgleich Trenz als Mini-Jobber für Lutze arbeitet, fühlt er sich keinem Lager zugehörig. Er lehnt das Delegiertensystem ab, weil es die Mitsprache der Mitglieder einschränke.