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Lärmschutz: Tempolimit auf Autobahn

Kirschhof. Schon eine geraume Weile klagen Anwohner in dem kleinen Heusweiler Örtchen Kirschhof über den Lärm durch die Autobahn 8, die unmittelbar am Dorf vorbei führt. Es gibt zwar eine Lärmschutzwand, doch die sei nicht mehr in Ordnung

Kirschhof. Schon eine geraume Weile klagen Anwohner in dem kleinen Heusweiler Örtchen Kirschhof über den Lärm durch die Autobahn 8, die unmittelbar am Dorf vorbei führt. Es gibt zwar eine Lärmschutzwand, doch die sei nicht mehr in Ordnung. Um den Lärm zu reduzieren, will nun der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) zunächst einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 Stundenkilometer an dem betroffenen Autobahnstück einführen, und zwar so lange, bis die Schäden an der "vegetativen Lärmschutzwand" behoben sind, erklärte gestern LfS-Pressesprecher Klaus Kosok auf SZ-Anfrage und bestätigte auch den Sanierungsbedarf der Lärmschutzwand. Die Anregung zu der Geschwindigkeitsbegrenzung kam vom Eiweiler Ortsrat.Zur Vorgeschichte heißt es seitens des LfS: Bereits Ende März hatte die Gemeinde Heusweiler den Landesbetrieb angeschrieben und Bauliche Mängel an der Lärmschutzwand beanstandet, am 20. April gab es dann mit einem Vertreter der Gemeinde einen Vor-Ort-Termin, als dessen Folge der LsF der Gemeinde am 20. April den "erheblichen Sanierungsbedarf" auch bestätigte. "Art, Umfang und Zeitplan für die Sanierung konnten zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch nicht konkret bestimmt werden", so Kosok. Zwischenzeitlich gab es dann Anfang Juli noch einen zweite Ortstermin, an dem das Umweltministerium beteiligt war, da an eine naturnahe Gestaltung der Lärmschutzwand vorgeschrieben ist. Im Anschluss habe der LfS die Planung für einen "Ersatzneubau" aufgenommen "und betreibt sie mit Nachdruck", so Kosok.Im Zusammenhang mit einem Beschluss des Eiweiler Ortsrates vom 21. Juni hatten sich dann der Eiweiler Ortsvorsteher Hermann Bär und die Gemeinde Heusweiler erneut an den LfS gewandt und darum gebeten, wegen der Mängel an der Lärmschutzwand ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern anzuordnen. Der LfS hat daraufhin eine lärmtechnische Untersuchung durchgeführt und Mitte Juli als Ergebnis festgestellt, dass das Bauwerk tatsächlich "den planfestgestellten Lärmschutzwerten nicht mehr gerecht wird". Die Geschwindigkeitsbegrenzung, so wurde errechnet, könne für eine für das menschliche Ohr deutlich wahrnehmbare Lärmminderung sorgen. So wurde bereits am 19. August eine verkehrsrechtliche Anordnung für das Tempolimit erlassen, "die nun umgesetzt wird". Ist die Funktionsfähigkeit der Lärmschutzwand wiederhergestellt, dann wird auch die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder aufgehoben.Die SPD Eiweiler fordert unterdessen, dass die Tempobegrenzung auch später beibehalten werden sollte. Die Eiweiler SPD und die SPD-Fraktion des Heusweiler Gemeinderates hatten eine eigene Ortsbegehung durchgeführt. Die Anwohner würden nicht nur die Erneuerung der bisherigen Lärmschutzwand fordern, sondern auch eine weitere Lärmschutzwand im oberen Bereich der Häuser des Bereichs Unterer Hof. mr