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Künstler gehen neue Wege

26 Arbeiten sind in der Ausstellung „Art Genossen 2“ der Galerie „Artificium“ zu sehen. Zu einer Führung hieß Galerieleiterin Martina Metzger (im roten Kleid) zahlreiche Besucher und Künstler willkommen. Foto: Michael Schneider
26 Arbeiten sind in der Ausstellung „Art Genossen 2“ der Galerie „Artificium“ zu sehen. Zu einer Führung hieß Galerieleiterin Martina Metzger (im roten Kleid) zahlreiche Besucher und Künstler willkommen. Foto: Michael Schneider FOTO: Michael Schneider
Homburg. 26 Kunstwerke von ebenso vielen Künstlern sind derzeit in der Galerie „Artificium“ zu sehen. Beim bloßen Anschauen soll es aber nicht bleiben – die Besucher dürfen nämlich darüber abstimmen, was ihnen am besten gefallen hat. Dem Sieger winkt eine eigene Ausstellung mit allen seinen Werken. Von SZ-Mitarbeiter Michael Schneider

Einen umfassenden Eindruck von der Arbeit der Kunstschaffenden in der Galerie "Artificium" vermittelt seit Kurzem die Ausstellung "Art Genossen 2". 26 Künstler, Kunsthandwerker und Kunstschaffende stellen hier beispielhaft je eines ihrer Werke aus - Werke, wie sie verschiedener kaum sein können.

Die Mehrzahl der ausstellenden Künstler war jetzt zu einer Führung durch "Art Genossen 2" gekommen. Galerieleiterin Martina Metzger stellte dabei jedes Werk und, sofern zugegen, auch die Leute persönlich vor, die es angefertigt haben. Zur zweiten Auflage von "Art Genossen" hat sich der Anteil der Plastiken im Vergleich zum Vorjahr erhöht. "Was in dieser Ausstellung an dreidimensionalen Arbeiten gezeigt wird, kann sich wirklich sehen lassen", so Martina Metzger in ihrem kurzen Einführungsvortrag.

Porzellan und Keramik finden sich bei "Art Genossen" ebenso wieder wie Metall, Legierungen wie Bronze oder Kombinationen aus Acryl, Leinwand und Holz. Ungewöhnlich ist schwarz gefärbte Keramik. Letztere ist bei dem auffallenden Werk "Herz der Erde" zu sehen, das vom Betrachter genau erschlossen sein will. In einer Fotografie mit dem Titel "Das Mädchen mit dem grünen Bernstein-Ohrring" ist eine Goldschmiedearbeit in Verbindung mit Bernstein und einem ansprechenden Porträt zu sehen. Die Ohrhänger wurden von Anja Metzger gefertigt, das zum Bedauern etlicher Besucher unverkäufliche Foto wurde von einer der 26 Kunstschaffenden aufgenommen und wirksam präsentiert.

"Waidmanns Heil" heißt ein auf den ersten Blick nur widersprüchlich, auf den zweiten Blick sogar ziemlich bissig wirkendes Bild, scheinbar nur eine Fotografie. Gefasst in einen vergoldeten, verschnörkelten Rahmen, der an das biedere deutsche Wohnzimmer der 50er und 60er Jahre erinnerte, zeigt es mehrere Rehe.

Beim genaueren Hinsehen erkennt der Betrachter dann wie Einschusslöcher wirkende Applikationen, eines davon als Blattschuss in dem Reh im Zentrum des Bildes. Bei den Bildern ist Acryl des Öfteren zu finden, aber auch Aquarelle, Radierungen und Bilder in Mischtechniken sind zu finden. "Eine große Vielfalt, die wirklich beeindruckt", fand Gerd Spychaj.

Ebenso wie die Vielfalt der Bildideen und ihrer Umsetzung, beeindruckt die Altersspanne der Künstler bei "Art Genossen 2". Haben die Einen das 70. Lebensjahr bereits überschritten, steht Jennifer Schwarz mit ihren 15 Jahren erst ganz am Anfang ihrer Tätigkeit als Malerin. Ihr Porträt in Acryl auf Leinwand war ein echter Blickfang. Auch ein junger Mann von 17 Jahren mit dem Namen Noah hat ein Bild zu "Art Genossen 2" geschickt. Das Besondere daran. Noah lebt in einem Heim im marokkanischen Agadir, dem die Galerie auch schon Unterstützung zukommen ließ.

Das Publikum hat bis zum 10. August Gelegenheit, für eines der gezeigten Kunstwerke an einer Abstimmung teilzunehmen. Die drei beim Publikumspreis am besten bewerteten Künstler dürfen dann eine vier Wochen dauernde Ausstellung ihrer Arbeiten in der Galerie "Artificium" zeigen.

Zum Thema:

Auf einen BlickTeilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Laura Fila, Iwona Wiemer, Iris Weiss, Stefanie Mathy, Jennifer Schwarz, Dunja Eberwein-Feik, Natalia Jelankina, Annette Bachmann-Vicktor, Gerda E. Grunder, Rita Rebmann-Holzdeppe, Eva M. Kohl, Sabine Spohr, Joachim Hell, Beatrix von Leistberg, Friedbert Schuler, Gerelca Calow-Demerath, Irmi Krakor, Noah, Anja und Thomas Metzger, Anna Jelankina, Elvi Beihl, Eva Scherer, Werner Bärmann, Wolfgang Bier und Katy "KTY" Scheuer. smi