| 17:03 Uhr

Krise beim Sportverband
Kündigungen beim LSVS werden zugestellt

Beim LSVS erhalten 44 Mitarbeiter die Kündigung.
Beim LSVS erhalten 44 Mitarbeiter die Kündigung. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Sanierungsberater und Land wollen sich um Ersatz-Arbeitsplätze bemühen, auch im öffentlichen Dienst. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Beim Landessportverband (LSVS) ist die Kündigung von 44 Mitarbeitern nun endgültig beschlossene Sache. Sie sollten am Donnerstag ausgesprochen und zugestellt werden, wie Sanierungsberater Michael J.W. Blank mitteilte.


Zuvor hatte der Personalrat des LSVS dem Kündigungskonzept am 6. September zugestimmt. Damit sei man der Umsetzung des Sanierungskonzepts, das Präsidium und Vorstand des LSVS im Juni und Juli beschlossen hatten, „einen riesengroßen Schritt vorangekommen“.

Personalrat sieht keinen Grund zum Widerspruch



Laut dem Personalratsvorsitzenden Dirk Mathis sah der Personalrat keinen Grund, den beabsichtigten Kündigungen zu widersprechen. Der Personalrat habe sich stets konstruktiv und kooperativ mit den Inhalten des Sanierungskonzeptes auseinandergesetzt.

Der Großteil der betroffenen Mitarbeiter scheidet aufgrund der langen Kündigungsfristen zum 31. März 2019 aus. Daher bleibe dem LSVS genügend Zeit, sich um jeden einzelnen Arbeitnehmer zu kümmern und diese bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu unterstützen, heißt es in einer Mitteilung von Sanierungsberater Blank. „Wir werden uns dieser Aufgabe mit Verve stellen und  unsere bislang schon erfolgreichen Vermittlungsbemühungen weiter fortsetzen“, verspricht der Rechtsanwalt.

Ministerien wollen Stellen vermitteln

Der für den Sport zuständige Innenminister Klaus Bouillon (CDU) wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert, er wisse um die schwierige Situation der Mitarbeiter. Ihm sei es besonders wichtig gewesen, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Innenministerium, LSVS-Personalrat und Verdi kamen am 5. September überein, eine Arbeitsgruppe aus Personalverantwortlichen des Innen- und des Wirtschaftsministeriums zu möglichen Vermittlungen („u.a. innerhalb der Landesregierung“) einzurichten.

Auch sei angedacht, die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere die Reinigungskräfte, mit Hilfe der landeseigenen SHS Strukturholding-Saar in Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Für die letztendlich nicht vermittelbaren Arbeitnehmer wird ein Sozialplan in Höhe von bis zu 100 000 Euro abgeschlossen. Einzelheiten hierzu würden noch verhandelt, hieß es.